Programm für Freund:innen

Folgende Programmpunkte haben wir für die Herbstsaison exklusiv für Sie zusammengestellt. Die Teilnahme ist für unsere Freund:innen kostenfrei.

 

Mittwoch, 23. November 2022, um 18:00 Uhr

Vortrag von Branko Aleksić über Freud’s “Free Association”, applied by Breton to Surrealist Writing and Painting im Rahmen der Vienna Art Week 2022

Auf Englisch

Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

André Breton, der ab 1913 Medizin studierte, stellt 1920 in seinem Notizbuch fest, dass "Freud, […] die heutige Psychiatrie revolutioniert hat", und macht sich mit der "Methode" vertraut, die im Surrealistischen Manifest von 1924 ihren Niederschlag finden sollte. Die Anwendung der psychoanalytischen Technik der freien Assoziation auf die Poesie (und ab 1925 auf die Malerei) war ein Weg, die ursprüngliche Inspiration von den Fesseln der Logik und der Zensur zu befreien.

Zum bereits 18. Mal richtet die Vienna Art Week von 18. bis 25. November 2022 den Fokus auf die lebendige Kunststadt Wien. Das diesjährige Motto CHALLENGING ORDERS lädt dazu ein, in der künstlerischen Auseinandersetzung bestehende Normen und Ordnungen auf unterschiedlichste Weise zu hinterfragen. Dazu ein Statement unserer Direktorin Monika Pessler: „Es kommt nicht von ungefähr, dass trotz Krieg, Pandemie, Energie- und Wirtschaftskrise ein starkes Interesse an den erkenntnistheoretischen Aspekten der Psychoanalyse zu verzeichnen ist. Gerade diese verschärften Daseinsbedingungen, veranlassen vor allem junge Menschen dazu, den Ursprungsort der Psychoanalyse in der Wiener Berggasse aufzusuchen. Entsprechend kommt es auch zur Wiederentdeckung der Kunst-Revolution des Surrealismus, die nicht nur in Museen in New York, Berlin und Wien sondern auch auf der Kunst-Biennale in Venedig zum Thema erhoben wird. Diese Entwicklungen zeugen vom drängenden Bedürfnis, den gegenwärtigen Gesellschaftsstrukturen neue Wirklichkeiten entgegenzusetzen – eine absolute Realität, die in der Verschmelzung von inneren und äußeren Erfahrungswelten ein selbstbestimmtes Leben in Frieden und Freiheit in Aussicht stellt.“

Branko Aleksić, 1951 in Belgrad, Jugoslawien, Serbien, geboren, hat einen Bachelor of Arts der Universität Belgrad (1980) und einen Doktortitel der Universität Paris-VIII (1992). Er ist Autor mehrerer Anthologien surrealistischer Poesie und einer Studie über das automatische Schreiben in der surrealistischen Poesie (Poïétique, Paris, 1989).

Vor dem Vortrag steht Ihnen die Ausstellung SURREAL! Vorstellung neuer Wirklichkeiten offen.

Bei Anmeldung reservieren wir gerne Sitzplätz in den vorderen Reihen für Sie. Anmeldung für die Veranstaltung bis zum 21. November an e.kleinschwaerzer@freud-museum.at

 

Donnerstag, 1. Dezember 2022, um 16:30 Uhr

Führung mit neuem Highlight der Ausstellung SURREAL! Vorstellung neuer Wirklichkeiten: Salvador Dalís Die Metamorphose des Narziss

Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

Für unsere aktuelle Sonderausstellung konnte ein neues Exponat gewonnen werden: eine Zeichnung zu Dalís berühmtem Gemälde Die Metamorphose des Narziss. Einst im Besitz von Edward James, der nicht nur Dalís Werke sammelte, sondern auch als schöpferischer Geist und Förderer in die Aktivitäten der Surrealist:innen eingebunden war, ist diese Arbeit nun bis zum Ende der Sonderausstellung im Sigmund Freud Museum zu sehen.

Die Zeichnung entstand 1937, im selben Jahr, als Salvador Dalí zum wiederholten Mal vergeblich versuchte, Sigmund Freud in Wien anzutreffen. Erst ein Jahr später sollte sich dem Künstler die Gelegenheit bieten, Freud gemeinsam mit Stefan Zweig und Edward James im Londoner Exil zu besuchen. Dem jungen Katalanen, der sich schon ab den 1920er-Jahren intensiv mit Freuds Schriften auseinandergesetzt hatte, lag viel daran, den „Vater der Psychoanalyse“ von den wissenschaftlichen und insbesondere von den psychoanalytischen Qualitäten seiner sogenannten „paranoisch-kritischen“ Kunstproduktion zu überzeugen – weshalb er auch das eben fertiggestellte Gemälde Die Metamorphose des Narziss mitbrachte. Auch wenn Freud weiterhin an seinem grundsätzlichen Zweifel an den surrealistischen Intentionen festhielt, bekundete er nach diesem legendären Treffen doch immerhin sein Interesse daran, den Entstehungsprozess eines solchen Kunstwerkes analytisch zu erkunden.

Anmeldung für die Sonderführung bis zum 27. November an e.kleinschwaerzer@freud-museum.at

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Mit herzlichen Grüßen

 

Eva-Maria Kleinschwärzer

Verein der Freund:innen des Sigmund Freud Museums

 

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