Freud für die "kleinen Fratzen". Ein Kindervermittlungsprogramm für 5- bis 12-Jährige

Ab dem 5. November 2021

Sigmund Freud bezeichnete seine Kinder liebevoll als "kleine Fratzen". Mit kindgerechten Gedichten werden Leben und Werk des Vaters der Psychoanalyse an Hörstationen im Museum spielerisch erklärt. Ein Plan mit Stickerfeld hilft den kleinen Entdecker:innen bei ihrer Spurensuche.

Teilnahme kostenfrei. Zu unseren Ticketpreisen für den Museumsbesuch.

Freud für die "kleinen Fratzen"*

Das Sigmund Freud Museum in der Wiener Berggasse 19 bietet ab November 2021 ein Vermittlungsprogramm für Kinder, um Leben und Werk von Sigmund und Anna Freud auch den jüngsten Besucher:innen näherzubringen. An diesem geschichtsträchtigen Ort lebte und praktizierte der Begründer der Psychoanalyse fast 50 Jahre lang und erforschte die menschliche Psyche. Auch seine Tochter Anna - spezialisiert auf Kinderanalyse - lebte und arbeitete hier.

Nach der umfangreichen Sanierung des Museums 2020 wurde auch das Programm erweitert, um die Geschichte und wissenschaftlichen Errungenschaften der Freuds einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Mit dem neuen Angebot für 5- bis 12-Jährige werden Kernthemen der Psychoanalyse, wie Träumen und Wünschen, Phantasie und Angst für Kinder spielerisch erklärt. Zahlreiche historische Ausstellungsobjekte wie Freuds Kappe, sein Reisekoffer und das Montessori-Spielzeug aus Anna Freuds Kindergarten stellen Bezüge zu den Alltagswelten der jungen Besucher:innen her.

Gedichte und Hörstationen

Im Zentrum des kostenfreien Vermittlungsangebots stehen zehn Gedicht-Installationen: Die kindgerechten Texte stammen vom Wiener Schriftsteller Michael Hammerschmid, der über eine umfassende Expertise im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit verfügt. In den Ausstellungsbereichen des Sigmund Freud Museums werden Hörstationen eingerichtet, an denen ausgewählte Gedichte zu einzelnen Vermittlungsaspekten gehört werden können.

Hörprobe: Das Freudtraumland Haus

Der Ablauf

Jedes Kind erhält an der Kassa einen Plan. Auf diesem sind die zehn Stationen mit Gedicht-Installationen verzeichnet und können so - wie bei einer Schatzsuche - leicht aufgespürt werden. An den jeweiligen Stationen befinden sich bunte Boxen: Drückt das Kind den "Play"-Button im Inneren, ertönt ein Gedicht, das einen kindgerechten Zugang zu bestimmten Ausstellungsaspekten eröffnet. Zudem enthält jede Schachtel Textinformationen zu ihrem Inhalt, an der Außenseite der Box sind Aufkleber zum Mitnehmen angebracht. Hat ein Kind alle Sticker gefunden und auf die dafür vorgesehenen Felder des Plans geklebt, ergibt sich daraus ein Erinnerungsbild an die Reise durch das Sigmund Freud Museum, den Ursprungsort der Psychoanalyse.

Das Vermittlungsprogramm wird in deutscher und englischer Sprache angeboten.

 

* Sigmund Freud an Wilhelm Fließ in einem Brief vom 24. Juli 1893.

 

Mit Unterstützung der Bezirksvorstehung Alsergrund