Sexuelle Emanzipationen – Nachdenken über Sexualität und Geschlecht in den Wiener Kreisen um Karl Kraus und Sigmund Freud

Vortrag in deutscher Sprache von Katharina Prager

 
im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung
 

Dienstag, 22. Jänner, 19 Uhr, Sigmund Freud Museum

Eintritt frei, wir bitten um Anmeldung unten
 
 
Sowohl Sigmund Freud als auch Karl Kraus äußerten sich im Wien um 1900 – angeregt durch die Umordnung sozialer Normen, die sie wiederum selbst vorantrieben – zur sogenannten „sexuellen Frage“. Sie kommentierten und beförderten chaotische Debatten, in denen sich ethische und ästhetische, soziale und ökonomische, psychologische und mythologische, medizinische und rechtliche Fragen vermischten. Beide traten gegen die gesellschaftliche Tabuisierung von Sexualität auf und gewannen neue Perspektiven auf Homosexualitäten und Prostitution. Beide blieben dabei aber auch weitgehend dem hegemonialen „modernen“ Geschlechterdispositiv um 1900 verhaftet. Der Frage nach den Schnittstellen, Gemeinsamkeiten und Differenzen der Wiener Kreise um Kraus und Freud im Zusammenhang mit ihrem Nachdenken über Sexualität und Geschlecht wurde dabei selten genauer nachgegangen. Anhand bekannter Figuren – wie Otto Weininger und Oscar Wilde – und unbekannterer Akteure – wie Otto Soyka und David Oppenheim – soll hier eine Skizze des Ideenaustauschs um sexuelle Emanzipationen versucht werden.
 
 
Katharina Prager studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Geschichte. Sie promovierte am Institut für Zeitgeschichte mit einer Arbeit über den Remigranten Berthold Viertel. Die Dissertation wurde zweifach ausgezeichnet. Ihr darauf basierendes und im Frühjahr 2018 im Wiener Böhlau Verlag erschienenes Buch Berthold Viertel. Eine Biografie der Wiener Moderne im Wiener Böhlau Verlag entstandwie auch viele andere ihrer Studien – in intensiver Auseinandersetzung mit Nachlässen und Biografietheorie. Archiv und Biografie bilden seit einigen Jahren auch den beruflichen Fokus ihrer Arbeit: Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Theorie der Biografie und der Wienbibliothek im Rathaus bearbeitet sie den Karl Kraus-Nachlass und entwickelte ein digitales, biografisches Archiv zu Kraus. Sie ist zudem Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung und versucht nicht nur, Wien 1900 mit Exil und Remigration zusammenzudenken, sondern immer auch aktuelle Bezüge herzustellen.
 
 
Eine Veranstaltung aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung:

PARALLELAKTIONEN. Freud und die Literaten des Jungen Wien

Sonderausstellung im Sigmund Freud Museum
Bis 28. Februar 2019

 
Foto: Ausstellungsansicht "PARALLELAKTIONEN. Freud und die Literaten des Jungen Wien", Display über Karl Kraus (c) Sigmund Freud Privatstiftung/Oliver Ottenschlaeger
 
 
   

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moving freud museum
Berggasse 13 & Liechtensteinstraße 19
1090 Wien
 
T +43 (0)1 319 15 96-14
 
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D Schlickgasse, 37, 38, 40, 41, 42 Schwarzspanierstraße

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