Über den Zerfall

Buchpräsentation von Felix de Mendelssohn und Gespräch mit Walter Famler

Sigmund Freud Museum, 7. Juni 2016, 20:00 Uhr

Eintritt frei

 „Uns überfüllt’s. Wir ordnens. Es zerfällt.
Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.“

»Uns überfüllt’s. Wir ordnens. Es zerfällt. / Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.« Diese Verse von Rilke stellen gewissermaßen das Thema von Felix de Mendelssohns Essay vor. Mit einem Modell aus den drei Grundelementen Angst, Aggression und Spaltung erklärt er Erosionsgründe und psychische Reaktionen, sowie die Arbeit gegen deren zersetzende Wirkungen. Das Zerfallsmodell und seine Elemente beschreibt Felix de Mendelssohn zu großen Teilen mit Beispielen psychischer Erkrankungen, es betrifft aber alle Menschen, die immer vom »unvermeidlichen biologischen Zerfallsprozess« wissen – und es doch nicht wissen wollen. Letztendlich stellt sich die Frage nach einer Möglichkeit des Umschlagens dieses Wissens in eine Akzeptanz, eine Form der Innerlichkeit, die über das durch Begriffe Fassbare hinausgeht.

Zur Vorstellung von Buch und Text wird Felix de Mendelssohn mit Walter Famler, der an der Entstehung des Buches maßgeblich beteiligt war, diskutieren und Passagen aus dem Essay lesen

 

Felix de Mendelssohn,geb.1944 in London, ist Gruppen- und Psychoanalytiker und Mitglied des Beirats der Sigmund Freud Privatstiftung. Er lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen gehören die Bücher Das Psychoanalytische Subjekt: Schriften zur Theorie und Technik der Psychoanalyse (2010), Die Gegenbewegung der Engel: Psychoanalytische Schriften zu Kunst und Gesellschaft (2010) und Der Mann, der sein Leben einem Traum verdankte: Ein Traumforscher erzählt (2014). Im aktuellen Wespennest Nr. 170 gibt es ein Porträt von Felix de Mendelssohn mit dem Titel Orte und Zeiten des Irrsinns. Ein Streifzug.

Walter Famler, geb. 1958 in Bad Hall/OÖ, lebt seit 1977 als Journalist in Wien. Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift Wespennest, Generalsekretär Alte Schmiede Kunstverein Wien. Publikationen u.a: Im Zeichen des roten Sterns. Zur ikonografischen Kodierung des Kosmospiloten Juri Gagarin (Berlin 2011) und Bakos Tamás. Exiled on Sidestreets (Wien 2016, hg. mit Anna Bakos und Reinhard Öhner).

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