Massenbewegungen und Gesellschaftskrise

Bilder und Wirklichkeiten des Flüchtlings

Konferenz auf Deutsch und Englisch

In Kooperation mit Albert Schweitzer Haus – Forum der Zivilgesellschaft

 

Freitag, 18. Oktober 2019, 17.00 – 21.00 Uhr und

Samstag, 19. Oktober 2019, 9.30 – 19.00 Uhr

Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

 

Eintritt frei, um verbindliche Anmeldung wird gebeten, freie Platzwahl
 

Die Flüchtlingsbewegungen, die ab Sommer 2015 auch Österreich erreichten und das Thema des/der Fremden ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rückten, führten zu einer Reihe unterschiedlichster Reaktionen: von Mitgefühl und Hilfsbereitschaft über Ängste und Bedenken hinsichtlich der unbestritten immensen organisatorischen Erfordernisse und sozialen Konsequenzen bis hin zu heftiger Feindseligkeit und offen zu Tage tretender Ablehnung. Auch Politik und Medien erwiesen sich als durchaus anfällig für das Schüren von Vorurteilen und Ängsten.

Mit der Konferenz Massenbewegungen und Gesellschaftskrise möchte das Sigmund Freud Museum einen aktiven Dialog gestalten, um die verschiedenen Bilder, die von unserer Gesellschaft, Europa und „den Flüchtlingen“ zirkulieren, zu hinterfragen und zu beleuchten. Wie können wir Ängste, die von den weltweiten Krisen hervorgerufen werden, erkennen und abbauen? Welche psychodynamischen Mechanismen stehen hinter Fremdenfeindlichkeit, was und wen erleben wir warum als bedrohlich? Wie nehmen wir kulturelle Unterschiede wahr, was erscheint uns als unvereinbar? Welche gesellschaftlichen Richtlinien und Werte wollen wir nicht aufgeben? Wie inklusiv und offen kann der Begriff „Heimat“ gedacht werden? Und welche Rolle und Möglichkeiten kommen hierfür der Psychoanalyse, die kein stummer Zeuge bleiben kann, zu?

PsychoanalytikerInnen und ExpertInnen unterschiedlicher Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Rechtswissenschaft und Journalismus werden im gemeinsamen Austausch die den Debatten zugrundeliegenden Problemfelder eruieren und aus theoretischer und praktischer Perspektive diskutieren.
 
 
PROGRAMM (Abstracts und weitere Informationen zum Download):
 
 
Freitag, 18. Oktober 2019
 
 
17.00
 
Begrüßung:
 
Sabine Chai, Teamleiterin Albert Schweitzer Haus – Forum der Zivilgesellschaft
 
Einführung:
 
Daniela Finzi, wissenschaftliche Leiterin Sigmund Freud Museum
Jeanne Wolff Bernstein, Beiratsvorsitzende Sigmund Freud Privatstiftung
 
 
17.30 – 19.00  Panel 1: Verantwortung und Verrohung der Sprache
 
Wolfgang Martin Roth: Die Macht des freien Wortes und die Mächtigen. Die Bemühungen des nationalen und internationalen PEN um Freilassung von  inhaftierten Schriftstellern und Journalisten (auf Deutsch)
 
Hans Rauscher: Flüchtlinge und Zuwanderer als „Invasoren“. Die Umdeutung der Begriffe im Diskurs rechtspopulistischer Politiker und Medien, sowie in den Internet-Foren – und wie man ihr begegnet (auf Deutsch)
 
Moderiert von Jeanne Wolff Bernstein
 
 
19.30 – 20.30
 
Spyros D. Orfanos: Waiting for the Barbarians: Refugees and a Psychoanalytic Perspective (auf Englisch)
 
Moderiert von Herman Westerink
 
 
Samstag, 19. Oktober 2019
 
 
9.30 – 11.00  Panel 2: Identitätspolitik
 
Sama Maani: Der Heiligenscheinorgasmus: Wie Identitätspolitik den Geist tötet (auf Deutsch)
 
Laura Wiesböck: Wer ist es wert zu bleiben? Über Heldentum, Opferdasein und Selbstgerechtigkeit (auf Deutsch)
 
Moderiert von Judith Ransmayr
 
 
11.30 – 13.30  Panel 3: Heimatbegriff
 
Rainer Gross: Exkludierender oder offener Heimatbegriff? (auf Deutsch)
 
Antonia Rados: Heimatbegriff im Orient (auf Deutsch)
 
Markus Brunner: Von der heilen Welt, den Eindringlingen und den Nestbeschmutzern. Die Nation als Ganzheits- und Reinheitsversprechen (auf Deutsch)
 
Moderiert von Monika Pessler

 
15.00 – 17.30  Panel 4: Flucht als Trauma. Über die Notwendigkeit, mit und für Geflüchtete(n) zu arbeiten
 
Brigitte Lueger-Schuster: Living in a New Country: Challenges, Hopes, Needs – When Refugees Encounter Clinical Psychology (auf Englisch)
 
Dean Ajdukovic: Mental Health of Refugees, Challenges of Their Social Integration and Host Society Response (auf Englisch)
 
Nadja Lorenz: Starke Demokratie durch Schutz der „Schwächsten“ (auf Deutsch)
 
Barbara Preitler: Es ist noch immer nicht vorbei … Das verlängerte Leid durch Nicht-Anerkennung und was Psychotherapie trotzdem leisten kann (auf Deutsch)
 
Moderiert von Daniela Finzi
 
 
18.00 – 19.00
 
Podiumsdiskussion mit Saya Ahmad und Zakarya Ibrahem (auf Deutsch)
 
 
 
Foto: Savvapanf Photo – stock.adobe
 
 
         
 
 
Es wird darauf hingewiesen, dass am Veranstaltungsort Fotos und/oder Videos angefertigt werden und zu Zwecken der Dokumentation der Veranstaltung veröffentlicht werden können.

Anmeldung:

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Adresse:

Berggasse 19 - wegen Umbau geschlossen

moving freud museum
Berggasse 13 & Liechtensteinstraße 19
1090 Wien
 
T +43 (0)1 319 15 96-14
 
U-Bahn:

U2 Schottentor, U4 Roßauer Lände

Straßenbahn

D Schlickgasse, 37, 38, 40, 41, 42 Schwarzspanierstraße

Bus:

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