Das gelobte Land: Freuds Traum von England

Bildsujet Symposium (c) Sigmund Freud Privatstiftung

Vortrag auf Deutsch von Liliane Weissberg

 

Keynote zum Symposium

FREUD AND THE ÉMIGRÉ
Österreichische EmigrantInnen und Exilierte und das Erbe der Psychoanalyse in Großbritannien von den 1930ern bis 1970ern

 
 
Begrüßung durch Monika Pessler, Direktorin des Sigmund Freud Museums

Einführung von Daniela Finzi & Elana Shapira (auf Deutsch)
 
 

Donnerstag, 8. November 2018, 18 Uhr, Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

Eintritt frei, um Anmeldung wird untenstehend gebeten, freie Platzwahl
 

Das gelobte Land: Freuds Traum von England (auf Deutsch)

Sigmund Freud hatte ein kompliziertes, wenn nicht kritisches Verhältnis zu Österreich und vor allem auch zu Wien. Wie viele Wiener Jüdinnen und Juden seiner Zeit betrachtete er hingegen England als eine bewundernswerte Demokratie. Freuds ältere Brüder lebten in Manchester und ihnen sollte nur ein einziger Besuch 1908 gelten, aber Freud übte sich in der englischen Sprache und zitierte häufig aus der englischen Literatur. Er nannte einen seiner Söhne nach Oliver Cromwell und ließ im Juli 1914 seine jüngste Tochter Anna nach England reisen. Als Freud sich 1938 zur Emigration nach London entschloss, fuhr er in eine Fremde, die ihm bereits bekannt erschien und auch kein wirkliches Exil sein konnte. Denn die Frage von Verlust, Erinnerung und imaginativer Konstruktion, die Freuds psychoanalytische Arbeiten prägt, kommt gerade auch in seinem Verhältnis zu England zum Ausdruck, einem Land, das nun an Freuds Lebensende dazu berufen sein sollte, nicht nur dem Psychoanalytiker, sondern auch seiner psychoanalytischen Assoziation einen neuen und gleichzeitig fremd-vertrauten Ort zu bieten – die ersehnte, imaginierte, doch immer auch unmögliche Heimat.
 
 
Liliane Weissberg ist Christopher H. Browne Distinguished Professor in Arts and Sciences und Professorin für Germanistik und Komparatistik an der University of Pennsylvania. Sie lehrte als Gastprofessorin an zahlreichen Universitäten in den Vereinigten Staaten, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die deutsche Literatur und Philosophie vom späten 18. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert und deutsch-jüdische Studien. In Deutschland und den USA kuratierte sie mehrere Ausstellungen, darunter für das Jüdische Museum Frankfurt und das Deutsche Literaturarchiv Marbach. Jüngste Buchpublikationen u.a.: Affinität wider Willen? Hannah Arendt, Theodor W. Adorno und die Frankfurter Schule, Frankfurt 2011; Über Haschisch und Kabbalah. Gershom Scholem, Siegfried Unseld und das Werk von Walter Benjamin, Marbach 2012; Juden. Geld. Eine Vorstellung, Frankfurt 2013; Münzen, Hände, Noten, Finger: Berliner Hofjuden und die Erfindung einer deutschen Musikkultur, Graz 2018; Nachträglich, grundlegend? Der Kommentar als Denkform in der jüdischen Moderne von Hermann Cohen bis Jacques Derrida (mit Andreas Kilcher), Göttingen 2018. Sie ist außerdem Autorin zahlreicher Aufsätze zur Geschichte der Psychoanalyse und zu Sigmund Freud, sowie Ehrenmitglied des Psychoanalytischen Zentrums in Philadelphia. Für ihre Forschung und Lehre wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit einem Preis der John Simon Guggenheim Memorial Foundation und dem Humboldt-Forschungspreis.
 
 
 
Panel Talks: Freitag, 9. November 2018, 10:00 – 18:45 Uhr im Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien
 
Mit Elana Shapira, Louis Rose, Michal Shapira, Werner Michler, Lisa Silverman, Laura Marcus, Régine Bonnefoit, Mitchell Ash und Friedrich Stadler. Mehr Informationen finden Sie hier ...
 
Konzept von Elana Shapira, Universität für angewandte Kunst Wien, Projektleiterin des FWF-Forschungsprojekts „Visionäres Wien: Design und Gesellschaft 1918-1934“ & Daniela Finzi, wissenschaftliche Leiterin des Sigmund Freud Museums
 
 
 
        

 

Unsere Mitglieder im Verein der Freunde des Sigmund Freud Museums erhalten unter freunde@freud-museum.at eine Sitzplatzreservierung.

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Berggasse 19 - wegen Umbau geschlossen

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Berggasse 13 & Liechtensteinstraße 19
1090 Wien
 
T +43 (0)1 319 15 96-14
 
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U2 Schottentor, U4 Roßauer Lände

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