Objekt des Monats: Jänner

Haim Steinbach: aha, 1997

 
 

„‚Aha‘ zu sagen bedeutet ‚Ich höre dich‘. Freud, Lacan oder jeder andere Zuhörer würde einfach ‚aha‘ sagen. Aber ‚aha‘´ auf einer Zeitschriftenseite zu lesen, beordert den Leser in die Position des Sprechers. Die Wand-Arbeit ‚Aha‘ ist ein Fundstück, das an einen neuen Ort transferiert wurde“,[i] beschreibt Heim Steinbach sein konzeptuelles Statement.

Der zwischenmenschliche Akzeptanzlaut „Aha“ steht im Raum, sobald eine Äußerung gefallen ist, die vom Gegenüber wahrgenommen und wertfrei akzeptiert wird. Dieses „Aha“ wird im Zusammenhang mit Psychoanalyse zum Symbol des zuhörenden Analytikers, der in der Gesprächstherapie dem frei assoziierenden Patienten in erster Linie zuhört und dessen wichtigste Aufgabe es ist, dem meist unter emotionaler Spannung stehenden Analysanden ein Gefühl von Akzeptanz und Verständnis zu bieten. Auch dem Betrachter des Kunstwerks steht das an die Wand affichierte „Aha“ wertfrei gegenüber und lädt zu Spekulationen ein – wer spricht, wer hört zu, welchen Inhalten wurde mit diesem „Aha“ begegnet, und ist es ein verstehendes, ein unterstützendes oder gar ein erkennendes „Aha“, das sich uns hier präsentiert?

Das Objekt ist derzeit in der Sonderausstellung „Verborgene Gedanken visueller Natur“ in Freuds erster Praxis zu sehen.

[i] “To say `aha´ is to acknowledge `I hear you´. Freud, Lacan, or for that matter anyone listening to another may simply say `aha´. But to read `aha´ on a magazine page delegates the reader to the position of the speaker. The
 wall work `aha´ is a found object transferred to a new location.“, Haim Steinbach, 2006.

 

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10:00 - 18:00 Uhr

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Sigmund Freud mit Prinzessin Marie Bonaparte und William C. Bullit, dem amerikanischen Botschafter in Paris, bei seiner Ankunft in Paris auf seiner Flucht nach London 1938
Sigmund Freud mit Prinzessin Marie Bonaparte und William C. Bullit, dem amerikanischen Botschafter in Paris, bei seiner Ankunft in Paris auf seiner Flucht nach London 1938
04. Jun 4. Juni 1938, ab Wien Westbahnhof: Gedenken an die Flucht Sigmund Freuds
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Berggasse 19
1090 Wien

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D Schlickgasse, 37, 38, 40, 41, 42 Schwarzspanierstraße

Bus:

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