Künstliche Intelligenz: Verheißung und Bedrohung? Leonardo, Abend XVI
Freud Museum Herrenzimmer: heller Ausstellungsraum mit Ausstellungsvitrinen.

Psychoanalytischer Großgruppendialog – Leonardo. Zirkel für psychoanalytische Kulturkritik

mit Walter Fanta, Florian Fossel, Rainer Gross, Beate Hofstadler, Ulrike Kadi und Sama Maani

Donnerstag, 2. Oktober 2025, 19 Uhr

Bibliothek der Psychoanalyse im Sigmund Freud Museum

 

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, daher können wir keine Anmeldungen mehr entgegennehmen

Anmeldung erforderlich: Für die Teilnahme registrieren Sie sich bitte unten.

Wir bitten um pünktliches Erscheinen. Bitte beachten Sie, dass ein Einlass nach 19 Uhr aufgrund des Großgruppen-Settings nicht möglich ist.

Sollten Sie angemeldet aber kurzfristig verhindert sein, bitten wir um rechtzeitige Absage an events@freud-museum.at.

Was bedeutet es für uns, wenn Maschinen eines Tages intelligenter sein werden als alle Menschen zusammen? Wenn maschinelle Intelligenz unermesslich größer wird als die menschliche und sich fortwährend selbst verbessert? Wir befinden uns mitten in einem schrittweisen Wandel, der das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben grundlegend und dauerhaft verändert. Diese Transformation läutet eine neue Menschheitsära ein, in der durch Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Superintelligenz technologischer Fortschritt selbstständig exponentiell voranschreitet und nicht mehr von Menschen kontrolliert wird.

KI weckt Hoffnungen auf Entlastung und Fortschritt, ruft aber auch Ängste vor Ersetzbarkeit, Kontrollverlust und einer neuen Abhängigkeit hervor. Was macht dies mit unserer Psyche, unseren Beziehungen und unserem Selbstverständnis? Maschinen denken, gestalten, forschen schneller und handeln effizienter. Was passiert dabei mit unserem Ich, unseren Werten und unserer Verantwortung?

Der Prothesengott streckt seine technologischen Flügel immer weiter aus. Was bleibt vom profanen analogen Menschen?

 

Walter Fanta, geb. 1958, Historiker/Germanist, seit 1985 mit Robert Musils Nachlass befasst, Mitarbeit an der Entzifferung und ersten Nachlass-CD (1992), am Robert-Musil-Institut Klagenfurt Herausgeber der digitalen Edition aller Texte Musils (DVD 2009), durchschaut Kärntner Verhältnisse im Roman Puschnig (2011), Musil online zu stellen wird das nicht erreichte Berufsziel, mit der Herausgabe von zwölf Bänden Musil in Pension (2022) gerettet, nach 35-jähriger Lehrtätigkeit an zehn Universitäten in fünf Ländern und Forschungstätigkeit mit mehr als 100 Publikationen, um im Restleben in zwanzig Bücher zu verwandeln, was sich an Lebens/Liebestragödien und Einsichten angesammelt hat.

Florian Fossel, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker in freier Praxis. Ehemaliger Leiter der Fachsektion Gruppenpsychoanalyse im ÖAGG. Veranstalter des Mittwoch-Salons im Café Korb. Publikationen, Lehr- und Forschungstätigkeit zu den Themen Psychoanalyse, Gruppenanalyse, Public Relation und Bewusstseinsforschung.  

Rainer Danzinger (✝), Psychoanalytiker, Gruppenpsychoanalytiker, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Univ.-Prof. für Psychiatrie an der Medizinischen Universität Graz und Maler.

Rainer Gross, Psychiater und Psychoanalytiker. Nach 35 Jahren Tätigkeit in der Akutpsychiatrie jetzt nur noch in privater Praxis in Wien.

Beate Hofstadler, Psychoanalytikerin (WAP/IPA), Sozialwissenschaftliche Forschungstätigkeiten, Lehraufträge und Publikationen zu Qualitative Sozialforschung, Psychoanalyse und Film.

Ulrike Kadi, Psychoanalytikerin (WAP/IPA), Philosophiewissenschafterin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin an der Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien und in freier Praxis.

Sama Maani, Psychoanalytiker, Psychiater und Schriftsteller. Publikationen (u.a.): Warum wir Linke über den Islam nicht reden können (Essayband, 2019), Žižek in Teheran (Roman, 2021).

 

Leonardo. Zirkel für psychoanalytische Kulturkritik

Leonardo, ein Diskussionsforum in Form einer Großgruppe, hat sich die Aufgabe gestellt, den Dialog zwischen Psychoanalytiker:innen, Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und weiteren aufgeschlossen, interessierten Personen zu gesellschaftsrelevanten, kulturkritischen sowie sozialpolitischen Fragen zu fördern.

Nach kurzen Eröffnungsstatements geladener Gäste wird das Publikum eingeladen, sich 60 Minuten frei assoziativ in der Gruppe zum jeweiligen Thema auszutauschen. Abschließend begeben wir uns in eine moderierte Diskussion, um gemeinsam den assoziativen Prozess zu reflektieren und vertiefend in das Thema des Abends einzutauchen.

Erfahren Sie hier mehr über Leonardo (PDF)

Leonardo im Radio: Radio Dispositiv mit Daniela Finzi, Florian Fossel und Rainder Danzinger über das Programm.

Die Veranstaltungsreihe findet vierteljährlich im Wiener Sigmund Freud Museum statt. Leonardo ist eine Initiative von Rainer Danziger (†), Florian Fossel, Rainer Gross, Beate Hofstadler, Ulrike Kadi und Sama Maani in Kooperation mit dem Sigmund Freud Museum.

Hier finden Sie unser Veranstaltungsprogramm.

Eine Auswahl unserer Veranstaltungsvideos können Sie auf unserem YouTube-Kanal ansehen.

DIE VERANSTALTUNG IST BEREITS AUSGEBUCHT! Weitere Anmeldungen setzen wir gerne auf die Warteliste und kontaktieren Sie, falls Plätze frei werden.

ANMELDUNG

Diese Anmeldung gilt für die Veranstaltung vor Ort. Wir bitten um verbindliche Anmeldung. Nach dem Absenden Ihrer Daten erhalten Sie eine Bestätigung via E-Mail.

Wenn Sie einen barrierefreien Zugang benötigen, informieren Sie uns bitte im Zuge Ihrer Anmeldung.

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