Eröffnung: Der Fall Freud. Dokumente des Unrechts
gestapelte Dokumente, beschriebenes Papier mit Stempeln und den Worten "Der Fall Freud - The Case of Freud, Dokumente des Unrechts - Documents of Injustice"

Ausstellungseröffnung

Begrüßung: Monika Pessler, Direktorin (Deutsch)

Zur Ausstellung: Daniela Finzi und Johanna Frei, Kuratorinnen der Ausstellung (Deutsch)

"Out of the Shadows: Remembering the Sisters of Sigmund Freud": Roger Waldinger (Englisch)

"A Moment in Treblinka, 1942": Philippe Sands (Englisch)

 

Donnerstag, 23. Oktober, 19 Uhr

Sigmund Freud Museum

 

Anmeldung erforderlich: Die Anmeldung ist ab 25. September möglich

 

Wir laden zur Eröffnung der Sonderausstellung im Sigmund Freud Museum: „Der Fall Freud. Dokumente des Unrechts“ beleuchtet die letzten Monate der Familie Freud im nationalsozialistischen Wien und erzählt die Geschehnisse in den Jahren danach. Die systematische Beraubung Sigmund Freuds und seines Bruders Alexander wird detailliert nachgezeichnet, neue Erkenntnisse vertiefen das Wissen um das Schicksal und die Ermordung ihrer vier Schwestern Rosa, Marie, Adolfine und Pauline durch das NS-Regime.

 

Im Rahmen der Eröffnung wird Roger Waldinger, dessen Forschungen zum Schicksal seiner Urgroßmutter (und Freud-Schwester) Paula Winternitz einen bedeutenden Beitrag zur Ausstellung darstellen, einen Vortrag in englischer Sprache halten. Philippe Sands, Autor und Anwalt, wird eine kurze Rede über die Ereignisse in Treblinka halten, wo Freuds Schwestern ermordet wurden.

Mehr zur Ausstellung

 

Roger Waldinger ist Distinguished Professor of Sociology an der University of California, Los Angeles (UCLA). Waldinger hat neun Bücher veröffentlicht, zuletzt Origins and Destinations: The Making of the Second Generation, gemeinsam mit Renee Luthra und Thomas Soehl (Russell Sage Foundation Press: 2018); A Century of Transnationalism: Immigrants and their Homeland Connections (hg. gemeinsam mit Nancy Green; University of Illinois Press, 2016) und „The Cross-Border Connection: Immigrants, Emigrants, and their Homelands“ (Cambridge, MA: Harvard University Press, 2015).

Philippe Sands ist britisch-französischer Schriftsteller, Rechtsanwalt und Professor für internationales Recht sowie Direktor des Centre on International Courts and Tribunals am University College London. Zu seinen Fällen gehört der Prozess gegen den ehemaligen chilenischen Diktator Augusto Pinochet. 2025 veröffentlichte er 38 Londres Street: On Impunity, Pinochet in England and a Nazi in Patagonia (Deutsch: Die Verschwundenen von Londres 38). Die Wurzeln der Familie Sands liegen in Lemberg, wo der Großteil seiner Familie während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurde. 2020 erschien The Ratline auf Deutsch unter dem Titel Die Rattenlinie – ein Nazi auf der Flucht und 2017 Rückkehr nach Lemberg (Original 2016: East West Street), das mit dem Baillie Gifford Prize und dem Wingate Literary Prize 2016 ausgezeichnet und von den British Book Awards 2017 zum Buch des Jahres gekürt wurde.

 

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