Schauraum Berggasse 19

Seit 2014 wird das Gassenlokal der ehemaligen Fleischhauerei Kornmehl im Erdgeschoss des Hauses Berggasse 19 als "Schauraum Berggasse 19" mit Kunst bespielt.

2001 erhielt das Museum im Rahmen einer Erweiterung das Geschäftslokal, und somit eine "Außenfläche". Die Schaufenster des Gassenlokals definieren den Eingangsbereich neu zu einer künstlerischen Interventionsfläche. 2002 wurde der amerikanische Künstler Joseph Kosuth eingeladen, sich mit dieser neuen Form der Berührung von Museum und Außenraum auseinander zu setzen („A View to Memory“). Die beiden weiteren Installationen, die auf die Arbeit von Joseph Kosuth folgten, waren „The reticent child“ / „Das verschlossene Kind“ von Louise Bourgeois und „Sha’at’nez oder die verschobene Bibliothek“ von Clegg & Guttmann.

2005 - 2006 wurden in der Reihe "A View from Outside - Continued (2005-2006)" die Arbeiten „Tractatus IDeuses“ von Ernesto Neto, "The Tired Room" von Monika Sosnowska und "Reflexion - eine Variation von Mirror Pieces I&II" von Joan Jonas gezeigt.

Von 2010-2011 präsentierte „A View from Outside – Reloaded“ "7xANA" von Susan Hefuna, "The Wigmakers Visit" von Ann-Sofi Sidèn und "A Load from the Inside-Reviewed" von Lala Rascic.

Katharina Heinrich: VER _ VER _ VER, 2018

Ab dem 20. November 2018

Das Material, das Katharina Heinrich ihrer neuen Videoarbeit zugrunde legt, besteht aus drei Wörtern, denen jeweils das Präfix „VER“ vorangestellt ist. In horizontal verlaufenden Verschiebungen, Dehnungen und Überlappungen formieren sich die einzelnen Buchstaben zu einem hellen Horizont auf dunklem Grund. Aus dem kontinuierlich fließenden Rhythmus erwächst eine Vielzahl von Zeichenkombinationen, deren Sinn sich dem Erkennen geraume Zeit widersetzt. Erst nach fünf Minuten der insgesamt doppelt so langen Darbietung beginnt eines der Substantive deutlicher hervorzutreten, während die beiden anderen dem Blick entschwinden. Für einen Moment flankieren nur mehr die Nachsilbe des einen („UNG“) sowie die Vorsilbe des anderen („VER“) das im Zentrum verharrende „Leitmotiv“. Wie Nachbilder bleiben die entwichenen Begriffe noch eine Weile im Gedächtnis haften, doch deren Semantik birgt mehr als den bloßen Hinweis auf ein grammatikalisches Regelwerk. Der Versuch, sinnstiftende Verknüpfungen zwischen den Wörtern herzustellen, unterlegt der kaleidoskopischen Laufschrift vielschichtige Bedeutungsebenen. „Die Arbeit bezieht sich auch auf die gegenwärtige globale gesellschaftspolitische Lage, den suggestiven Gebrauch von Sprache in Wahlkämpfen. Die Worte sind eine Anspielung im Besonderen auf das Gedenkjahr 2018 in Österreich“, meint die Künstlerin, die auch in ihren skulpturalen Arbeiten Modi der „Täuschung und Enttäuschung“, der „Konstruktion und Dekonstruktion“ als Instrumente des Erkenntnisgewinns einzusetzen versteht.

Die Installation wird bis 28. Februar 2019 zu sehen sein.


Katharina Heinrich lebt und arbeitet in Wien. Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli, Ausstellungen im In- und Ausland, Arbeitsaufenthalte in Paris, Norwegen, Rom, Paliano und Berlin. Lektorin an der Universität für angewandte Kunst Wien.


Foto: Katharina Heinrich, VER _VER _VER, 2018 (Ausschnitt Videostill)
Currently closed.

Täglich geöffnet (Montag - Sonntag)
10:00 - 18:00 Uhr

Kommende Events
Dezember 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            
« Nov   Jan »
Anreise

Adresse:

Berggasse 19
1090 Wien

U-Bahn:

U2 Schottentor, U4 Roßauer Lände

Straßenbahn

D Schlickgasse, 37, 38, 40, 41, 42 Schwarzspanierstraße

Bus:

40 A Berggasse

Kommende Events
Dezember 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            
« Nov   Jan »
Currently closed.

Täglich geöffnet (Montag - Sonntag)
10:00 - 18:00 Uhr

Anreise

Adresse:

Berggasse 19
1090 Wien

U-Bahn:

U2 Schottentor, U4 Roßauer Lände

Straßenbahn

D Schlickgasse, 37, 38, 40, 41, 42 Schwarzspanierstraße

Bus:

40 A Berggasse