Michael Turnheim
Ende 2013 kam der Nachlass Michael Turnheim durch Schenkung in den Bestand der Sigmund Freud Privatstiftung. Er umfasst knapp über zehntausend Einzeldokumente.
Der Nachlass beinhaltet großteils Textdokumente zu vielerlei Aspekten der Psychoanalyse, sowie auch einige Audiodokumente und Bilder. Michael Turnheims Schwerpunkt war die Lacan-Forschung und die Rezeption Freuds, darüber hinaus beinhaltet der Nachlass aber auch noch Material zu vielen weiteren der Psychoanalyse teilverwandten Gebieten, etwa Mathematik (Schleifen) oder Musik (Jazz). Geschäftliche wie private Korrespondenz, Patientenakten (noch gesperrt) und Dokumente zur École Freudienne oder Vorlesungen von Jacques-Alain Miller ergänzen das Hauptkonvolut von Forschungsmaterial, Exzerpten, annotierten Kopien, Vorlesungen, eigenen Texten und Buchmanuskripten.
Der gesamte Nachlass ist groberfasst, geordnet und in der Datenbank verzeichnet, die ersten knapp tausend Dokumente wurden auch schon einzeln tiefenerfasst. Für eine Tiefenerfassung der restlichen Dokumente wäre eine wissenschaftliche Bearbeitung durch eine/n mit der französischen Psychoanalyse vertraute/n ForscherIn sinnvoll und wünschenswert.
Bearbeitungsmöglichkeiten:
Für Wissenschaftler:innen bietet der Nachlass ein interessantes Betätigungsfeld, da er sowohl analytischen Input (Vorlesungsmitschriften, Exzerpte) als auch wissenschaftlichen Output (eigene Vorlesungen, Aufsätze, Manuskripte und Korrekturfahnen) des Analytikers beinhaltet, und durch Dokumente seines Wirkens als Analytiker ergänzt wird – allerdings sind hier Sperrfristen zu beachten.