SIGMUND FREUD THEMEN

Seit den späten 90er Jahren des 19. Jahrhunderts sammelte Freud Antiken und fuhr oft zweimal im Jahr nach Rom, um seine Sammlung zu vervollständigen. Zu seinen Freunden und fachkundigen Beratern zählten die anerkannten Wiener Archäologen Emanuel Löwy und Ludwig Pollak. Freuds Sammelleidenschaft entstand damit in jenen Jahre, in denen er die ersten Elemente der Psychoanalyse ausarbeitete. Diese historische Zeitgenossenschaft hinterließ bald metaphorische Spuren in seinen Werken: In der Psychopathologie des Alltagslebens illustrierte er die Fehlleistung des Verlesens mit seiner eigenen Sammlerlust:
Vogel mit Menschenkopf, Sammlung Freud
"Vogel mit Menschenkopf"
Ägypten, Ptomlemäische Periode, 332 - 30 v.Chr.
"Ärgerlich und lächerlich ist mir ein Verlesen, dem ich sehr häufig unterliege, wenn ich in den Ferien in den Straßen einer fremden Stadt spaziere. Ich lese dann jede Ladentafel, die dem irgendwie entgegenkommt, als Antiquitäten. Hierin äußert sich die Abenteuerlust des Sammlers."
Baboon von Thoth, Sammlung Freud
"Baboon von Thoth"
Ägypten, Romanische Periode, 30 v.Chr. - 395 n.Chr.

 

Siehe auch:
[ CHRONOLOGIE / 1938 ] [ ARBEITSZIMMER ] [ BEHANDLUNGSZIMMER ]