SIGMUND FREUD CHRONOLOGIE

Freud studiert unter Claus und Brücke.
1876 arbeitet Freud im Institut für vergleichende Anatomie und erhält eine Forschungsstipendium für die zoologische Versuchsstation in Triest. Dort verfaßt er seine erste Publikation über die Sexualorgane des Aals, bleibt aber, was den wissenschaftlichen Wert dieser Untersuchung angeht, skeptisch.
Zeichnung von Freud
Zeichnung von Freuds Arbeitszimmer auf der zoologischen Station in Triest, die er 1876 an Eduard Silberstein schickt.
Nach seiner Rückkehr aus Triest beginnt er am physiologischen Institut unter der Leitung des prominenten Ernst Brücke als Assistent zu arbeiten. Hier, sagt er über diese Tätigkeit, "fand ich endlich Ruhe und volle Befriedigung, auch die Personen, die ich respektieren und zu Vorbildern nehmen konnte." Eine dieser Persönlichkeiten, mit der er dort Freundschaft schließt, war Ernst von Fleischl-Marxow. Der Physiologe spielte eine wichtige Rolle in den Anfängen von Freuds wissenschaftlicher Laufbahn.
Ernst von Fleischl-Marxow
Prof. Ernst von Fleischl-Marxow (1846-1891)
Freud entwickelt eine neue Methode zur anatomischen Präperation von Nervenfasern und hofft, damit zu wissenschaftlicher Reputation zu gelangen.
Um sich etwas Geld dazu zu verdienen, übersetzt er 1879 einen Band der Schriften von John Stuart Mill für Theodor Gomperz, der dessen Werke auf Deutsch herausgibt.
Zu seinen frühesten Publikationen zählen Über den Ursprung der hinteren Nervenwurzeln im Rückenmarke von Ammocoetes (Petromyzon Planeri) , die Beobachtungen über Gestaltung und feineren Bau der als Hoden beschriebenen Lappenorgane des Aals , Notiz über eine Methode zur anatomischen Präparation des Nervensystems.