Pressetexte
 


29. September 2005
Das Sigmund Freud Museum zeigt „Meisterwerke aus Gugging“

Als Auftakt für das Freud Jahr 2006 präsentiert das Sigmund Freud Museum in der Sonderschau „Meisterwerke aus Gugging“ erstmals eine Auswahl von 23 Werken der Gugginger Künstler. Bei den Gugginger Künstlern handelt es sich um Patienten mit psychischen Erkrankungen, die über ein außergewöhnliches schöpferisches Talent verfügen. Spätestens seit 1990, als die Künstler aus Gugging den Oskar Kokoschka-Preis erhielten, wurden sie nach vielen internationalen Erfolgen auch in Österreich in die Kunstszene integriert. Heute gehören sie weltweit zu den Klassikern der Art Brut.

Die Sonderschau, kuratiert von Nina Katschnig, zeigt Werke der Künstler Johann Fischer, Johann Garber, Franz Kernbeis, Johann Korec, Heinrich Reisenbauer, Arnold Schmidt, Günther Schützenhöfer, Oswald Tschirtner, Karl Vondal und August Walla. Die repräsentativen Arbeiten der vertretenen Künstler stammen überwiegend aus der Privatstiftung – Künstler aus Gugging aber auch aus Privatbesitz.

Eröffnung:
6. Oktober 2005 um 18.30 Uhr
Zur Eröffnung spricht Staatsekretär Franz Morak
Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

Ausstellungsdauer:
6. Oktober 2005 – 28. Februar 2006
Sigmund Freud Museum
Berggasse 19, 1090 Wien
Täglich 9-17 Uhr

Kostenlose Spezialführung:
Jeden 1. + 3. Samstag im Monat um 15 Uhr

Lange Nacht der Museen:
8. Oktober 2005, 18- 01 Uhr

Vortragsprogramm:
17. November 2005, 18 Uhr, Sigmund Freud Museum
Dr. Claudia Dichter: Das Phänomen Gugging – Die Künstler aus Gugging im Spiegel der Art Brut

01. Dezember 2005, 18 Uhr, Sigmund Freud Museum
Dr. Martin Prinzhorn: Orte der Devianz

18. Januar 2005, 18 Uhr, Sigmund Freud Museum
Dr. Johann Feilacher: Art Brut et ars amabile

Die Sonderschau „Meisterwerke aus Gugging“ im Sigmund Freud Museum leitet zugleich eine Ausstel­lungsserie der Künstler aus Gugging ein, die den Höhepunkt in der Eröffnung des neuen ICC Guggings (Integrative Cultur Centrum Gugging) im Sommer 2006 finden wird. Die Ausstellung in der Berggasse 19 erfolgt in Kooperation mit der „Galerie der Künstler aus Gugging“.

Art Brut Der Begriff „Art Brut“ (brut = roh, unverfälscht) wurde in den 40iger Jahren des vorigen Jahrhunderts von Jean Dubuffet geschaffen und postuliert eine Kunst, die nicht von künstlerisch vorgebildeten Künstlern stammt, sondern aus dem „Inneren“ kommt. Art Brut ist somit eine Bezeichnung für Kunstwerke, die abseits des etablierten Kunstsystems entstanden sind. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie es möglich ist - ohne intellektuellen Überbau - Kunst zu schaffen. Kunst ohne Einfluss von Vorbildern, ob annehmend oder ablehnend“, erklärt Dr. Johann Feilacher, Leiter des Hauses der Künstler in Gugging.

Weitere Informationen zu den Gugginger Künstlern sowie zum Haus der Künstler aus Gugging finden Sie unter http://www.gugging.org

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Pressekontakt
Sigmund Freud Privatstiftung
Mag. Sabina Tandari
Telefon: +43-1-319 15 96-21
Telefax: +43-1-317 02 79
E-Mail: presse@freud-museum.at
Berggasse 19, A-1090 Wien

Kurzprofil Sigmund Freud Privatstiftung
Die Sigmund Freud Privatstiftung mit Sitz in Wien wurde 2003 als unabhängige wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung gegründet. Die Stiftung bildet die finanzielle und organisato­rische Grundlage für das gleichnamige Museum sowie das Wissenschaftsinstitut. Neben einer Fachbibliothek zur Psychoanalyse sowie einem Archiv zu Leben, Werk und Umfeld Sigmund Freuds verfügt die Stiftung über eine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Die Stiftung zeigt Ausstellungen, bietet ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm und fördert junge Wissen­schaftler im Rahmen des Freud-Fulbright Forschungsstipendiums. Die Sigmund Freud Privatstiftung versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Geschichte, Kultur und Kunst und bietet Wissenschaftlern, Künstlern sowie Kulturschaffenden zum Thema Psychoanalyse ein offenes Diskussionsforum. Ziel ist es, das Erbe Sigmund Freuds und seiner Zeit als zentrales Zeugnis europäischer Kultur zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und die wissenschaftliche Diskussion aktiv voranzutreiben.