Freud Jahr 2006
 



 


 

Das Freud Jahr 2006
150-jähriges Geburtstagsjubiläum


The Freud Year 2006
150th Anniversary
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Am 6. Mai 2006 wäre Sigmund Freud 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass veranstaltet die Sigmund Freud Privatstiftung mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Vielzahl von Ausstellungen, Symposien und Events im In- und Ausland.

Zum Veranstaltungsprogramm

Österreichs Bundespräsident Dr. Heinz Fischer hat die Patronanz über das Freud Jahr übernommen.

Grußadresse von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer:
"Nur wenige Persönlichkeiten hatten einen so maßgebenden und grundlegenden Einfluss auf die Entwicklung der heutigen Kulturgeschichte wie Sigmund Freud und wie kaum ein anderer Wissenschaftler hat der Begründer der Psychoanalyse die Diskussion um das Selbstverständnis des Menschen angeregt. Mit seinen Erkenntnissen der Psychologie des Unbewussten hat Freud neue Wahrnehmungs- und Deutungsmuster für die Gesellschaft geschaffen. Freud zählt daher zu den bekanntesten Wissenschaftlern Österreichs und ist weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt geworden. Überdies ist er ein brillanter Schriftsteller, weshalb ich ihn immer wieder gern lese. 2006 feiern wir Freuds 150. Geburtstag. Mit lobenswertem Einsatz und einer wissenschaftlich hoch qualifizierten Arbeit engagiert sich die Sigmund Freud Privatstiftung für die Erhaltung von Freuds kulturellem Erbe und begeht dieses Jubiläum mit zahlreichen (inter)nationalen Aktivitäten. Das sind viele gute Gründe für mich, die Patronanz für ein so bedeutendes Jubiläum wie das Freud Jahr 2006 zu übernehmen."

Schwerpunkte des Programms im Freud Jahr 2006

Die Privatstiftung begeht das 150. Geburtstagsjubiläum Sigmund Freuds 2006 mit zahlreichen Aktivitäten sowie internationalen Kooperationen im Bereich Kultur, Kunst, Musik und Wissenschaft. Ein Teil der internationalen Ausstellungs- und Veranstaltungsaktivitäten zum Freud Jahr 2006 ist dank privater Sponsoren, aber auch mit Hilfe öffentlicher sowie privater Förderer finanziert. Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderen das ORF-Radio Ö1, das Deutsche Filmmuseum, die Gewista und Infoscreen. Größter Sponsor des Freud Jahres sind die Österreichischen Lotterien.

Auf dem breit gefächerten Veranstaltungsprogramm stehen Ausstellungen in Österreich, Deutschland und den USA. In New York wird die Sammlung zeitgenössischer Kunst des Sigmund Freud Museums im Austrian Cultural Forum gezeigt. Ebenfalls in New York präsentiert die Leica Gallery eine Ausstellung mit Fotos von Edmund Engelman im kulturellen Kontext Wiens im 20. Jahrhundert. Kuratoren sind Inge Scholz-Strasser und Peter Pakesch.

"Meisterwerke aus Gugging", vom 6. Oktober 2005 bis 28. Februar 2006 im Sigmund Freud Museum zu sehen, bildet den Start des Freud Jahres. Bei den Gugginger Künstlern handelt es sich um Patienten mit psychischen Erkrankungen, die mittlerweile zu den Weltstars der Art Brut zählen und 1990 mit dem Oskar Kokoschka Preis ausgezeichnet wurden. Das Sigmund Freud Museum zeigt in dieser Sonderschau 23 Werke.

Im Mittelpunkt des Ausstellungsprogramms 2006 steht die große Sonderschau "Die Couch: Vom Denken im Liegen"im Sigmund Freud Museum, die sich auf vielfältige Weise mit den Bedeutungsebenen auseinandersetzt, die dieses Möbelstück als Inbegriff von Freuds Theorie und Praxis transportiert. Die Ausstellung widmet sich der Entstehung des psychoanalytischen Szenarios, bezieht kulturelle Aspekte der Couch als Liegemöbel ebenso mit ein wie dessen Bedeutung und Funktion im Wandel der Zeit und zeigt Querbezüge in Literatur, Kunst und Medizin des 19., 20. und 21. Jahrhunderts auf. Kuratorin ist Lydia Marinelli. Sie ist Herausgeberin des Katalogs "Die Couch. Vom Denken im Liegen", der als attraktive Dokumentation der gleichnamigen Ausstellung erscheint.

Einen weiteren Veranstaltungsschwerpunkt im Freud Jahr bildet ein anspruchsvolles und vielseitiges Vortragsprogramm. Die traditionelle Sigmund Freud-Vorlesung im Freud Jahr hält Leon Botstein, Präsident des Bard College New York und bekannter Philosoph, Kulturwissenschaftler und Dirigent aus den USA.

Im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs im ersten Halbjahr 2006 veranstaltet die Sigmund Freud Privatstiftung ein internationales Symposium zum Thema Psychoanalyse und Politik. Wissenschaftlicher Leiter ist Vamik Volkan, renommierter Professor für Psychiatrie und ausgewiesener Konfliktforscher aus Virginia, USA. Im Sommersemester 2006 ist Vamik Volkan gleichzeitig auch Freud-Fulbright-Professor der Privatstiftung.

Eine wichtige Rolle im Rahmen der zahlreichen Kooperationen im Freud Jahr 2006 spielt auch die wissenschaftliche Beratung der Sigmund Freud Privatstiftung im Bereich von Film- und Multimedia-Produktionen sowie Publikationen.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten unterstützt die Sigmund Freud Privatstiftung in beratender Weise die weltweiten kulturwissenschaftlichen Programme und Aktivitäten zum Freud Jahr 2006 an den österreichischen Kulturinstituten.

Im Rahmen einer weiteren Kooperation zeigt das Filmarchiv Austria eine umfangreiche Film-Retrospektive zu "Freud und das Kino", die in ihrer Ausrichtung sowohl die Person Freud als auch die Hauptthemen der Psychoanalyse abdecken wird.