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Die ersten Bände der "Gesammelten
Schriften" Freuds erscheinen. |
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Josef Breuer, mit dem er die Studien zur Hysterie
verfaßt hat, stirbt in Wien. |
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Josef Breuer |
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Freud wird von einem Bericht Cecils Murrays über
telepathische Versuche vor der Society for Psychical Research so beeindruckt, daß er
bereit ist, seinen "Widerstand gegen die Existenz von Gedankenübertragung
aufzugeben". |
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Sie erinnern sich, daß ich schon während
unserer Harzreise ein günstiges Vorurteil für die Telepathie geäußert habe.
Aber es bestand keine Nötigung, es öffentlich
zu tun, meine Überzeugung war nicht sehr erstarkt, und die diplomatische Rücksicht, die
Psychoanalyse vor der Annäherung an den Okkultismus zu bewahren, konnte leicht die
Oberhand behalten. Nun hat sich mit der Bearbeitung der Traumdeutung für die
Gesamtausgabe ein Anstoß ergeben, das Problem der Telepathie wieder zu berücksichtigen,
unterdes aber haben meine eigenen Erfahrungen durch Versuche, die ich mit Ferenczi und
meiner Tochter angestellt habe, so überzeugende Kraft für mich gewonnen, daß die
diplomatischen Rücksichten dagegen zurücktreten mußten.
Ich sah wieder einen Fall vor mir, wo ich in
sehr verjüngtem Maßstabe das große Experiment meines Lebens zu wiederholen hatte,
nämlich mich zu einer Überzeugung zu bekennen, ohne auf die Resonanz der Umwelt
Rücksicht zu nehmen. So war es denn unvermeidlich. Wenn Ihnen jemand meinen Sündenfall
vorhält, so antworten Sie ruhig, das Bekenntnis zur Telepathie sei meine Privatsache wie
mein Judentum, meine Rauchleidenschaft und anderes." (SF-Jones 7.3.1926) |
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Freud protestiert bei Julius Tandler gegen die
Entscheidung des Wiener Magistrats, die Theodor Reik die Ausübung der Psychoanalyse
untersagt. |
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Der "Fall Reik" veranlaßt Freud, eine
kompromißlose Verteidigung der Laienanlyse zu schreiben, obwohl in anderen Ländern wie
den USA Nicht-Mediziner bereits aus den psychoanalytischen Gesellchaften zunehmend
ausgeschlossen werden.
Nach einer Unterredung mit Tandler schreibt
Freud an diesen:
Dr. Th. Reik, Psychoanalytiker, einer
meiner bestausgebildeten nichtärztlichen Schüler, teilt mir mit, daß ihm vom Wiener
Magistrat mit Verfügung vom 24. Februar 1925 die Ausübung der psychoanalytischen Praxis
untersagt wurde. Ich gedenke einer Unterhaltung mit ihnen über diesen Gegenstand, welche
eine mir sehr erfreuliche Übereinstimmung unserer Anschauungen ergab.
Sie schienen meine Äußerung beifällig
aufzunehmen, daß als Laie in der Psychoanalyse jeder zu betrachten ist, der nicht eine
befriedigende Ausbildung in der Theorie und Technik derselben nachweisen könne",
gleichgültig, ob er ein ärztliches Diplom besitze oder nicht. Die Begründungen in dem
Schriftstück des Wiener Magistrats scheinen mir gewichtige Einwendungen zuzulassen. Sie
setzen sich vor allem über zwei nicht zu verleugnende Tatsachen hinaus, erstens, daß die
Psychoanalyse weder als Wissenschaft noch als Technik eine rein ärztliche Angelegenheit
ist, zweitens, daß sie den Studenten der Medizin an der Universität nicht gelehrt wird.
[SF-Julius Tandler 8.3.1925] |
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Die Freudsche Theorie wird verfilmt. Die deutsche
Filmproduktionsgesellschaft UFA versucht Freud zur Mitarbeit an einem Film über die
Psychoanalyse zu gewinnen. Während die beiden Berliner Analytiker Hanns Sachs und Karl
Abraham bereit sind, am Drehbuch zu "Geheimnisse einer
Seele" (Regie G.W.Pabst) mitzuarbeiten, lehnt Freud jede Beteiligung an einem
Film ab. |
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G.W. Papst: Geheimnisse einer Seele |
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Marie Bonaparte trifft zu ihrem ersten Besuch bei
Freud in Wien ein. |
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Marie Bonaparte |
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Die Amerikanerin Dorothy Burlingham kommt zu Freud
nach Wien, um sich und ihre Kinder psychoanalytisch behandeln zu lassen, und wird bald zur
engsten Freundin von Anna. |
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Freud publiziert in diesem Jahr die Notiz über den Wunderblock, Selbstdarstellung, Die Wiederstände gegen die Psychoanalyse, Die Verneinung, Einige psychische Folgen des anatomischen
Geschlechtsunterschiedes. |