TAGUNG
24. Oktober
9.00 – 18.00 Uhr
Ort: IFK, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien
Brauchen Staaten ein Gedächtnis?
ERÖFFNUNG: Hans Belting, Lutz Musner (IFK)In der aktuellen Gedächtnisdebatte wird stillschweigend vorausgesetzt, dass staatliche Gemeinwesen problemlos historische Gedächtnisse ausbilden, inszenieren und materialisieren können. Gegenstand der Debatte ist aber nicht, ob öffentliche Institutionen überhaupt Gedächtnisse im eigentlichen Sinn ausbilden können. Das Hauptproblem der Gedächtnispolitik wird eher im (Un-)Willen zum Erinnern als in seinen konstituierenden Momenten gesehen. Demgegenüber will diese Tagung der Frage nachgehen, ob Formen der kollektiven Memoria nicht notgedrungen widersprüchlich, uneinheitlich und durch einen nicht aufhebbaren Widerstreit unterschiedlicher Gedächtniskulturen bestimmt sind. Im Rahmen der Veranstaltung werden Grundsatzfragen von Erinnerungspolitiken und nationalen Ausformungen historischer Gedächtnisse am Beispiel von Polen, Deutschland, Ungarn, Österreich und Israel erörtert.