Präsentation Hans Hollein: Freud im Fokus

oder Traum und Wirklichkeit in der Berggasse 19 zum 160. Geburtstag von Sigmund Freud

Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien
Mittwoch, 4. Mai 2016, 19 Uhr


Wolfgang Kos
liest aus: Sigmund Freud, Zur Einleitung der Behandlung, Wien 1913

 

Eintritt frei, Anmeldung: veranstaltung@freud-museum.at

 

 

2016 jährt sich Sigmund Freuds Geburtstag zum 160. Mal. Wir freuen uns, Ihnen zu diesem Anlass HANS HOLLEIN: FREUD IM FOKUS – eine kleine Inszenierung von TRAUM UND WIRKLICHKEIT IN DER BERGGASSE 19 – in Freuds ehemaligen Praxisräumen präsentieren zu können.

Das Werk des international renommierten Architekten Hans Hollein umfasst nicht nur Bauten, die Architekturgeschichte schrieben. Seine umfassenden Tätigkeiten als Bildhauer, Objektkünstler, Designer, Kurator, Ausstellungsgestalter und Architekturtheoretiker beeinflussten die Entwicklung des postmodernen Architekturgeschehens in Österreich und über seine Grenzen hinaus maßgeblich. Holleins visionäre Konzepte der Raum- und Objektgestaltung waren von geschichtlichen und philosophischen Bezügen ebenso geprägt wie von der Einsicht, dass in jedweder Gestaltung unserer Umwelt dem Mensch-Sein in seinen physischen sowie psychischen Dimensionen Folge geleistet werden muss: „Der Mensch schafft künstlich Zustände. Dies ist die Architektur. Physisch und psychisch wiederholt, transformiert, erweitert er seinen physischen und psychischen Bereich, bestimmt er «Umwelt» im weitesten Sinne. Seinen Bedürfnissen und seinen Wünschen gemäß setzt er Mittel ein, diese Bedürfnisse zu befriedigen und diese Wünsche und Träume zu erfüllen.“ (Hans Hollein: Alles ist Architektur, 1967)

Freuds Erforschung der menschlichen Psyche lieferte der inhaltlichen Arbeit des Architekten schon früh eine Basis. Mitte der 1970 Jahre skizzierte Hollein in einer Serie von Zeichnungen zu „Elementaren Umweltsituationen“ einen „Sigmund Freud-Raum“ und legte den Fokus dabei auf das Setting von Analyse-Couch und Sessel. Der zweidimensionalen Formulierung folgten in den kommenden Jahren weitere Entwürfe, die das Sujet in unterschiedlichen Designs auch ins Dreidimensionale überführten. Zehn Jahre später fertigte Hollein im Zuge der Ausstellungsgestaltung „Traum und Wirklichkeit“ im Wiener Künstlerhaus 1985 jene Miniaturreplik, die nun als ständige Leihgabe des Wien Museums in Sigmund Freud Museum gezeigt wird.

Als Ikone der Psychoanalyse verweist Holleins Darstellung der Analyse-Couch nicht allein auf die ehemalige Funktion und Bedeutung von Sigmund Freuds Behandlungszimmer in der Berggasse 19. Die Kreation des Universalkünstlers, die vergoldete Miniatur „Sigmund Freud-Couch und Sessel“, stellt zudem ein Sinnbild psychoanalytischer Denkhaltung dar. Als solches eint es die Intention des Analytikers und des Architekten: Beide sind bestrebt, Denk- und Handlungsräume zu etablieren, um  ein Erleben zu ermöglichen, in dem Emotionalität und Rationalität einander gleichwertig begegnen.

Bildcredit:

Hans Hollein
Miniaturreplik aus Kunststoff (vergoldet)
Sigmund-Freud-Couch und Sessel, 1985
Foto: Peter Kainz
© Wien Museum

 

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