Sprachbilder des Unbewussten

Sprachbilder des Unbewussten

Die Rolle der Metaphorik bei Freud

 

Wie stellte Freud Zusammenhänge her, in Folge dessen er zu Psychoanalyse als Wissenschaft, Denkfigur und psychotherapeutischer Kur gelangte? In seinem Buch Sprachbilder des Unbewussten untersucht Moritz Senarclens de Grancy diese Frage im Spiegel ausgewählter Metaphertheorien an den Schriften Freuds aus der Entstehungsphase der Psychoanalyse.

Die Bedeutung des Zusammenhangs für die Untersuchung von Objekten stellt zunächst eine wissenschaftliche Selbstverständlichkeit dar. Denn in der Regel betrachtet man Objekte nicht isoliert, sondern – wie etwa in der Archäologie – im Fundzusammenhang. In der Kunstgeschichte hat sich die vergleichende Bildbetrachtung etabliert, ein Verfahren, das zu Erkenntniszwecken auf eine Erweiterung des Bezugrahmens setzt. Auch Freud bedient sich analoger Argumentationstechniken immer dort, wo er mit Vergleichen argumentiert und ein Objekt im differenten Wechselspiel mit anderen Objekten erkennbar macht. Freuds novellenartiger Schreibstil lädt dazu ein, über die Rolle der Metaphorik bei Freud als Bedingung seiner Theoriebildungsprozesse nachzudenken. Denn es entspricht der Strukturlogik von Metaphern, Zusammenhänge zu trennen, um neue gedankliche Verbindungen herstellen zu können. Indessen kommt bei Freud hinzu, dass er den Fluchtpunkt seiner Inzusammenhangsetzungen ins Unbewusste verlagert. Hiervon ausgehend stellt sich dem Verfasser der Studie die Frage, inwieweit die Metapher nicht nur figura aestetica der Freudschen Prosa ist, sondern überdies als epistemologische Mastertrope der Psychoanalyse gelten kann.

 

Erschienen im Psychosozial-Verlag Gießen 2015

248 Seiten, 29,90 Euro

http://www.psychosozial-verlag.de/catalog/product_info.php/products_id/2502

 

Moritz Senarclens de Grancy, Dr. phil., Studium der psychoanalytischen Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Rechtswissenschaften und Psychologie in Berlin, Wien, Nischnij Nowgorod und Passau, ist Kulturwissenschaftler und Psychoanalytiker in Berlin. Der Interessenschwerpunkt seiner Lehre und Forschung liegt auf angewandter Psychoanalyse und Organisational Cultures Studies. Seit Anfang 2014 gibt er den WUNDERBLOG, E-Journal für Psychoanalyse, heraus.

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