Freudianism and the Twentieth Century Left

Vortrag auf Englisch von Eli Zaretsky

 

Eröffnungsvortrag zur Konferenz

Where Is the Unconscious Today?

 

Freitag, 17. März, 20 Uhr, Billrothhaus, Frankgasse 8, 1090 Wien

Eintritt frei, um Anmeldung wird untenstehend gebeten, freie Platzwahl

 
Begrüßung: Monika Pessler
 
Moderation: Jeanne Wolff Bernstein
 
 
"Mit dem Begriff 'politischer Freud' meine ich die verschiedenen Rückgriffe auf Freud, die im 20. Jahrhundert von VertreterInnen radikaler Bewegungen, politischen Intellektuellen und ReformerInnen unternommen wurden. Ich werde erläutern, dass es drei Phasen in diesem Prozess gab: Verdrängung, Sublimierung und Regression. Erstens wurden Freuds Themen des Vaterkomplexes und der Massenpsychologie dazu verwendet, sowohl die Diktaturen des letzten Jahrhunderts als auch Rassismus, speziell in seiner Urform, dem Lynchmob, zu analysieren (Verdrängung). Zweitens wurde die Freud‘sche Denkweise von der Frankfurter Schule und im Zuge afroamerikanischer und der afrokaribischer Radikalisierungsbewegungen mobilisiert, um den Massenkonsum zu kritisieren (Sublimierung). Letztlich wurde der Freudianismus von der Neuen Linken und der Frauenbewegung der 1970er eingesetzt: Sie verinnerlichten Freuds Ideen und richteten sie gleichzeitig gegen ihn, um eine neue Politik, heutigen Feminismus, Multikulturalismus und die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu definieren (Regression). Wie würde eine vierte Phase heute aussehen?" (Eli Zaretsky)
 
Prof. Eli Zaretsky, PhD, lehrt seit 1999 Geschichte am Eugene Lang College – New School for Liberal Arts in New York. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, der Theorie und Geschichte des Kapitalismus und der Geschichtsforschung zur Familie. 2005 war er Gastlektor an der Australian National University in Canberra und 1995 Gastforscher am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Er erhielt den Robert J. Stoller Foundation Award für sein Essay „Bisexuality and the Ambivalent Legacy of Psychoanalysis“. Seine Publikationen umfassen Political Freud (Cambridge University Press, 2015), Freuds Jahrhundert: Die Geschichte der Psychoanalyse (Paul Zsolnay Verlag, 2006), Why America Needs a Left (Polity, 2013), und Die Zukunft der Familie (Campus Verlag, 1983). Er ist der Autor zahlreicher Aufsätze, darunter „Psychoanalysis and Jewish History“, Encyclopedia of Jewish History (erscheinend); „From Psychoanalysis to Cybernetics: The Case of Her“, in: American Imago 72 (2015); „Freud’s Theory of Memory”, in: Dimitri Nikulin: Memory (Oxford University Press, 2015); „Narcissism, Personal Life and Identity: The Place of the 1960s in the History of Psychoanalysis”, in: Psychoanalysis, Culture and Society (2008). Seine Werke wurden ins Französische, Russische, Spanische, Polnische, Deutsche und in weitere Sprachen übersetzt.
 
 
 

Die Veranstaltung eröffnet die Konferenz Where Is the Unconscious Today?

Samstag, 18. März 2017, 9:30 – 19 Uhr im Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

Mit Giuseppe Civitarese, Bernard Toboul, Jan Lohl, Helmut Dahmer, August Ruhs und Edith Seifert. Mehr Informationen finden Sie hier ...

 

      

 

Unsere Mitglieder im Verein der Freunde des Sigmund Freud Museums erhalten unter freunde@freud-museum.at eine Sitzplatzreservierung.

Anmeldung:

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Anreise

Adresse:

Berggasse 19
1090 Wien

U-Bahn:

U2 Schottentor, U4 Roßauer Lände

Straßenbahn

D Schlickgasse, 37, 38, 40, 41, 42 Schwarzspanierstraße

Bus:

40 A Berggasse

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