Dora – Hysterie – Gender

Programm

Freitag, 12. Februar 2016, 14:00 – 21:00

Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

Eintritt frei, Anmeldung: veranstaltung@freud-museum.at

Download Programm mit Abstracts (PDF)

 

Vorträge (Sprache wie angegeben)

14:00: Daniela Finzi (DE): Narrative Strategien und hermeneutisches Begehren. Rekonstruktionen einer Krankengeschichte aus literaturwissenschaftlicher Perspektive

 

 15:00: Rachel Blass (EN): The analytic denial of Freud’s struggle with the understanding of Dora: Simplifying the Oedipus complex and the process of its adoption

16:00: Beatriz Santos (EN): Is Dora a woman? Thinking identity and identifications through the feminist critique of a case of hysteria

 

17.00: Podiumsdiskussion Hysteria and Perversion (EN)

 Jeanne Wolff-Bernstein, Philippe van Haute und Esther Hutfless

 

19:00 Vortrag (DE)

Ilka Quindeau: „Von Dora zu Conchita - neuere Konzepte zu Geschlecht und Sexualität in der Psychoanalyse“

Dora – Hysterie – Gender

Freuds 1905 erschienenes Bruchstück einer Hysterie-Analyse stellt nicht nur die erste seiner insgesamt fünf ausführlichen Krankengeschichten dar; die sogenannte Dora-Fallstudie ist auch die einzige mit einer weiblichen Patientin. Von der Forschung auch als „Ursprungsanalyse“ bezeichnet, haben wir es hierbei mit einem der meist kommentierten Texte Freuds zu tun, der nicht nur im klinischen Feld auf großes Interesse stieß: In den 1970er und 1980er Jahren setzte eine intensive „Dora-Renaissance“ ein, die zu zahlreichen Neulektüren aus literaturwissenschaftlicher, philosophischer und insbesondere aus feministischer Perspektive führte. Besondere Aufmerksamkeit wurde nun den ideologischen Anleihen des Textes im Besonderen und der Psychoanalyse im Allgemeinen sowie den in und via Sprache und Sexualität operierenden Machtbeziehungen zuteil. Tatsächlich sind jene Beziehungen, die dem Spannungsfeld von Psychoanalyse, Sexualität, Pathologie und Feminismus gleichsam inhärent sind, im Dora-Text auf höchst verdichtete Art und Weise am Werk. Dessen eingehende Analyse scheint eine interdisziplinäre Herangehensweise regelrecht einzufordern.

 

Dieser interdisziplinäre Zugang steht auch in dem Symposium „Dora – Hysterie – Gender“ im Zentrum. Ziel ist es nicht nur, die ursprünglich mit „Traum und Hysterie“ betitelte Dora-Fallstudie in ihrer Position und ihren Funktionen zwischen der Traumdeutung und den Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie zu situieren und dabei auf Freuds Verständnis von Sexualität, Bisexualität, Hysterie, Perversion und Übertragung zu fokussieren. Ausgehend von der wissenschaftshistorischen Bedeutung des Textes im feministischen Diskurs sollen darüber hinaus neue Lesarten des Bruchstücks einer Hysterie-Analyse unter Bezugnahme auf zeitgenössische Wissenschaften wie Gender und Queer Studies erschlossen und die Freudsche Theorie der Weiblichkeit einer kritischen Untersuchung unterzogen werden.

 

Mit: Rachel Blass, Jens De Vleminck, Daniela Finzi, Esther Hutfless, Ilka Quindeau, Beatriz Santos, Philippe van Haute, Herman Westerink und Jeanne Wolff Bernstein.

Eine Konferenz des Sigmund Freud Museums in Kooperation mit der Freud Research Group

Anmeldung:






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