Fulbright Freud Visiting Lecturer of Psychoanalysis

Seit dem Studienjahr 1999/2000 besteht eine Kooperation mit der Austrian Fulbright Commission, die amerikanische WissenschaftlerInnen zu einem einsemestrigen Forschungsaufenthalt in Wien einlädt, der mit einer Lehrtätigkeit an einer Universität verknüpft ist.

2017 Eric Anderson

Eric Anderson ist Associate Professor für Kunstgeschichte an der Rhode Island School of Design. Zuvor unterrichtete er an der Parsons School of Design sowie am Kendall College of Art and Design. Er schloss sein Studium der Kunstgeschichte und Germanistik am Williams College mit ab, seine Doktorarbeit in Kunstgeschichte über den Wiener Kunsthistoriker und Designerneuerer Jakob von Falke verfasste er an der Columbia University. In seiner aktuellen Forschungs- und Lehrtätigkeit liegt sein Fokus auf der Geschichte von zeitgenössischem Deisgn, Museums- und Ausstellungsgestaltung, und der Schnittstelle von Design und wissenschaftlichem Diskurs. Seine Publikationen umfassen u.a. einen Artikel zur Farbenlehre in der Zeitschrift West 86th (2015), einen Artikel über die Ausstellungskultur der Ringstraßenzeit in Centropa (2015), einen Essay über Wiener Geschmack im Ausstellungskatalog Klimt und die Ringstraße (2015) und mehrere Buch- und Ausstellungsbesprechungen über Wiener Kunst und Design.

Als Fulbright-Freud Visiting Lecturer of Psychoanalysis arbeitet er am Forschungsprojekt “Sigmund Freud, Interior Decorator”, das das Interieur der Berggasse einer Neudeutung unterzieht und in Bezug zur Farbenlehre und Bewusstseinsforschung des 19. Jahrhunderts setzt. An der Universität für angewandte Kunst hält er ein Seminar zum Thema “Design und Psychologie”.
 

Information for Applicants

Category:
Lecturing/Research
 
Grant Activity:
Conduct research at the Sigmund Freud Museum in Vienna and teach between one or two courses or seminars on a topic related to the research project at a Viennese host institution. Details of teaching assignment to be arranged by the Sigmund Freud Foundation and the Austrian Fulbright Commission in consultation with grantee.
 
Specialization(s):
History, theory, application and/or practice of psychoanalysis

Language:
The Commission expects Fulbright-Freud scholars to have a high level of German proficiency, although English may be used as the language of instruction.

Additional Qualifications:
Several years of teaching/lecturing or professional experience in relevant fields of psychoanalysis. Applicants should explain why their research needs to be conducted in Vienna.

Location:
Sigmund Freud Museum Vienna
 
Length of Grant:
4 months
 
Comments:
Applicants must solicit a letter of invitation from the Sigmund Freud Foundation by submitting a curriculum vitae and research/lecturing proposal. Grantee will have a work station at the University of Vienna.
 
Information
Fulbright Scholar Program
3007 Tilden Street, NW, Suite 5M
Washington D.C. 2008-3009
Tel: (202) 686-7877
http://www.iie.org/cies/

Austrian program officer
Alexandra Squitieri (asquitieri@cies.iie.org)
General information
scholars@cies.iie.org
Request for applications forms: apprequest@cies.iie.org

2015/2016 Thomas Kohut

Thomas A. Kohut hat an der University of Minnesota sein Doktoratsstudium der Geschichte abgeschlossen und ist außerdem Absolvent des Cincinnati Psychoanalytic Institute. Er lehrt als „Sue and Edgar Wachenheim III Professor of History“ am Williams College in Williamstown, Massachusetts, wo er von 2000 bis 2006 auch als Dekan tätig war. Er ist Mitglied des Board of Trustees des Austen Riggs Centers in Stockbridge, Massachusetts, und des Council of Scholars am Erik Erikson Institute in Austen Riggs. Zu seinen Publikationen zählen die Monographien A German Generation: An Experiential History of the Twentieth Century (New Haven: Yale University Press 2012) und Wilhelm II and the Germans: A Study in Leadership (New York: Oxford University Press 1991) sowie zahlreiche Aufsätze über historische, psychologische und psychoanalytische Themen.

Während seines Aufenthaltes in Wien im Wintersemester 2015/2015 arbeitet Thomas A. Kohut an seinem Forschungsprojekt über „‘Animal Within‘: Victorian Psychology From the Phrenologists to Freud“. Am Institut für Geschichte hält er das Seminar „Zur Psychologie und Psyche des viktorianischen Zeitalters“.

2014/2015 Michelle Duncan

Michelle Duncan hat Deutsche Philologie am Mills College (Bachelor) sowie Germanistik mit besonderem Fokus auf Kultur- und Ideengeschichte an der Cornell University (Master und Doktorat) studiert. In ihrer interdisziplinären Forschungsarbeit zum 19. und 20. Jahrhundert kombiniert sie literaturtheoretische Zugänge mit interdisziplinären musik- und medienwissenschaftlichen Ansätzen und Performance Studies. Als Gast-Herausgeberin des ‚Cambridge Opera Journals‘ hat sie 2004 eine Sonderausgabe über Oper und Performance Studies betreut. Duncan hat Forschungsstipendien vom Arnold Schönberg Center (Wien), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Graduiertenkolleg Körper-Inszenierungen (Institut für Theaterwissenschaft, Freie Universität Berlin), der Max Kade Foundation (New York) und dem National Endowment for the Humanities (Washington D. C.) erhalten. Sie hat insbesondere an unterschiedlichen Universitäten im Umkreis von Boston gelehrt, wie an der Brandeis University und der  Brown University, am Massachusetts Institute for Technology sowie an der Rhode Island School of Design.

Während ihres Aufenthaltes in Wien im Wintersemester 2014/2015 arbeitet Michelle Duncan an der Fertigstellung ihres Buchprojekts Freud and the Problem of Music: A History of Listening at the Moment of Psychoanalysis. Am Institut für Germanistik hält sie das Proseminar „German Opera and Pathology“.

2013/2014 Pamela Cooper-White (Columbia Theology Seminar)

Pamela Cooper-White ist Ben & Nancye Gautier Professorin für Praktische Theologie am Columbia Theology Seminary in Decatur, Georgia. Nach einem Musikstudium an der Boston University studierte sie Religionswissenschaften in Harvard, im Anschluss daran Psychologie an der Holy Names Universität in Oakland und Sozialarbeit am Institut for Clinical Social Work in Chicago. Lehraufträge führten sie anschließend an verschiedene Fakultäten Amerikas. Die Religionspsychologin forscht zum Spannungsfeld von Religion und Psychologie, zu Psychoanalyse sowie zu postmodernen und postkolonialen Theorien und feministischen Ansätzen. Für ihre Verdienste in Forschung und Lehre hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Auch ist sie als Herausgeberin verschiedener religionswissenschaftlicher Fachzeitschriften (z.B. ‚Journal for Pastoral Theology‘) tätig. Autorin zahlreicher Aufsätze, veröffentlichte sie u.a. die Monographien Idea and Representation: Schonberg's Opera 'Moses und Aron' (1985), The Cry of Tamar: Violence against Women and the Church's Response (2. Auflage 2012), Many Voices: Pastoral Psychotherapy in Relational and Theological Perspective  (2007) und zuletzt Braided Selves: Collected Essays on Multiplicity, God, and Persons (2011).

Im Zuge ihres Aufenthaltes in Wien arbeitet Cooper-White zu einem Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel "Existential, Humanistic, and Religious Themes in Writings of Freud's Vienna Circle and the Vienna Psychoanalytic Society". Am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät hält sie im Wintersemester 2013/2014 das Seminar "Freud, Psychoanalysis, and Religion: Critiques and Counter-critiques" in englischer Sprache.

2013: Robert Deam Tobin (Clark University)

Robert Deam Tobin studierte German Literature am Harvard College (BA) und promovierte im gleichen Fach an der Princeton University. Seine studienbezogenen Auslandsaufenthalte führten ihn nach München und Freiburg, bevor er als Professor of German am Whitman College in Walla Walla, Washington wirkte. Seit  2008 hat er den Henry J. Leir Lehrstuhl an der Clark University in Worcester, Massachusetts, inne, wo Sigmund Freud 1909 seine fünf Vorlesungen „Über Psychoanalyse“ hielt. Er ist der Autor von Warm Brothers: Queer Theory and the Age of Goethe (2000) und Doctor’s Orders: Goethe and Enlightenment Thought (2001). 2007 war er Mitherausgeber von A Song for Europe: Popular Music and Poltics in the Eurovision Song Contest und 2012 Herausgeber von Global Freud, einem Sonderheft von ‚Psychoanalysis and History‘. Sein neues Buch über Sexologie und Literatur trägt den Arbeitstitel Peripheral Desires: The German Discovery of Sex.

Während seines Aufenthaltes in Wien im Sommersemester 2013 arbeitete Robert D. Tobin an einem neuen Projekt über Sexualität und Menschenrechte in der Literatur. Am Institut für Germanistik hielt er das Proseminar „Freud, Sexologie und Menschenrechte“. Am 11. Juni 2013 hielt er den Vortrag "Freud und die Menschenrechte" im Sigmund Freud Museum.

2012: June Pilcher (Clemson University)

June J. Pilcher schloss ihr Doktoratsstudium der Biopsychology 1989 an der University of Chicago ab. Als Psychologin forschte sie drei Jahre lang für die US Army im Walter Reed Army Institute of Research in Washington, DC, bevor sie im Anschluss daran ihre akademische Karriere an der Bradley University in Peoria, IL, startete. Im August 2011 wurde sie zum Fakultätsmitglied der Clemson University berufen und 2005 zur ordentlichen Professorin ernannt. Pilchers Forschungsfokus liegt auf  Biopsychologie und Schlafforschung, außerdem beschäftigt sie sich – in Theorie und Praxis – mit neuen, nicht-kompetitiven Lehr- und Vermittlungsmethoden. Seit 2010 ist sie außerdem Mitglied der Association for Psychological Science und hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen für ihre Forschung und Lehre erhalten, u.a. den Bradley Award for Mentoring in Creative Inquiry der Clemson University.

In Wien hielt June Pilcher im Sommersemester 2012 am Institut für Psychologische Grundlagenforschung und Forschungsmethoden der Fakultät für Psychologie, Universität Wien, ein Proseminar über „Biologische Grundlagen des Erlebens und Verhaltens“. Am 13. Juni 2012 sprach sie im Sigmund Freud Museum über „Consciousness in Modern Society: Life in the Human Zoo”.

2011: Liliane Weissberg (University of Philadelphia)

Liliane Weissberg ist Christopher H. Browne Distinguished Professor of Arts and Sciences an der University of Philadelphia und lehrt dort als Professorin für Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft. Sie lehrt vor allem im Bereich der Kulturgeschichte und ist auch die Autorin zahlreicher Arbeiten zur deutsch-jüdischen Literatur und Philosophie.  Zu ihren Buchpublikationen gehören die kritische Ausgabe von Hannah Arendts Rahel Varnhagen: The Life of a Jewess(1997), Cultural Memory and the Construction of Identity (mit Dan Ben-Amos, 1999), Romancing the Shadow: Poe and Race (mit J. Gerald Kennedy, 2001) und Hannah Arendt, Charlie Chaplin und die verborgene jüdische Tradition (2009).Ihre Bücher Affinität wider Willen? Hannah Arendt, Theodor W. Adorno und die Frankfurter Schule sowie Picture This! Writing with Photography (mit Karen Beckman) erschienen 2011. Während ihres Forschungsaufenthalts in Wien arbeitete Weissberg in Wien an einem Buch zu Freud und dem Problem der Akkulturation.

Im Rahmen des Fulbright-Freud Forschungsstipendiums hielt sie im Sommersemester 2011 das Seminar „Memory, Trauma, Culture“ für Studierende am Institut für Zeitgeschichte sowie des Erweiterungscurriculums Kulturwissenschaften / Cultural Studies.

2009/2010: Rubén Gallo (Princeton University)

Rubén Gallo ist Direktor des Studienprogramms für Lateinamerikanische Studien an der Princeton University. 2010 erschien sein Buch Freud’s Mexico: Into the Wilds of Psychoanalyses (MIT Press), eine Studie über Freuds Verbindungen zu Mexiko. Zu seinen weiteren englischsprachigen Publikationen zählen das 2005 mit dem Katherine Singer Kovacs Prize ausgezeichnete Buch Mexican Modernity: The Avant-Garde and the Technological Revolution und New Tendencies in Mexican Art (2004) sowie der von ihm herausgegebene The Mexico City Reader (2004), der auch ins Französische und Spanische übersetzt wurde. Im Wintersemester 2009/2010 hielt er am Institut für Geschichte der Universität Wien das Seminar „Freud at Large: The Cultural Reception of Psychoanalysis in Latin America and Beyond“.

Rubén Gallo nahm an der internationalen Konferenz „Die Macht der Monotheismen. Psychoanalyse und Religionen“ (29. – 31.Oktober) teil und hielt am 5. November in der Akademie der bildenden Künste den Vortrag „Mexican Modernity“. Am2. Dezember sprach er im Sigmund Freud Museum über “Freud’s Mexican Antiquities: Psychoanalysis and Human Sacrifice”, Am 29. Jänner 2010 fand sein Vortrag „Freud in Mexico“ an der Universität Wien statt.

Bisherige Fulbright-Freud Visiting Lecturers [PDF]

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