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17. November 2005
Das IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften und die Sigmund Freud Privatstiftung laden im Rahmen des Themenherbstes 2005 "Der Wiederstreit der Erinnerungen" zur Tagung "Remembrance and Violence in Former Yugoslavia".
PRESSEINFORMATION
REMEMBRANCE AND VIOLENCE IN FORMER YUGOSLAVIA
23. November 2005, 14.00-18.00 Uhr
Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien
Wie gehen die Nachfolgestaaten Jugoslawiens mit dem blutigen Erbe ihrer Geschichte heute um? Die Tagung hat das Ziel, die Rolle der unterschiedlichen Erzaehlungen von Geschichte und deren Einfluss auf den Zerfall des Landes zu analysieren. Die Vortragenden diskutieren die Auswirkungen "ethnischer" Argumentationen und Diskurse auf die Gesellschaft und ueberlegen, wie eine funktionierende Zivilgesellschaft aufgebaut werden kann. Diskutiert werden die Moeglichkeiten von "Wahrheits-Versoehnungskommissionen" zur Befriedung des Balkans und schliesslich wird eroertert, wie die Region einer europaeischen Integration naeherkommen kann. (Die Tagung wird in englischer Sprache abgehalten.)
Tagungskonzept: WOLFGANG PETRITSCH (Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, frueherer EU Sondergesandter fuer den Kosovo und Hoher Repraesentant fuer Bosnien und Herzegowina)
TeilnehmerInnen: DUNJA BLAZEVIC (Sarajevo Center for Contemporary Art), ZARKO KORAC (Institut fuer Psychologie, Universitaet Belgrad; frueherer Stellvertreter des serbischen Ministerpraesidenten Zoran Djindjic), SABRINA PETRA RAMET (Institut fuer Soziologie und Politikwissenschaft, Universitaet fuer Wissenschaft und Technologie, Trondheim)
Weitere Informationen unter:
www.ifk.ac.at/erinnerungen oder
www.freud-museum.at/erinnerungen.
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"DER WIDERSTREIT DER ERINNERUNGEN",
ein Themenherbst 2005:
60 Jahre nach Kriegsende und 10 Jahre nach dem EU-Beitritt stellen sich fuer
Oesterreich die Fragen nach dem Umgang mit der juengeren Vergangenheit
sowohl als lokale wie internationale Themenstellung.
Die Veranstaltungsreihe des IFK Internationales Forschungszentrum
Kulturwissenschaften und der Sigmund Freud Privatstiftung in Wien sucht die
Fragen des Eingedenkens an die Opfer der Nazi-Vernichtungsmaschinerie in
einen vergleichenden Zusammenhang zu stellen und dabei transdisziplinaer
Wissenschaft, Architektur, Literatur und Musik zu vereinen.
Auf diese Weise sollen die komplexen Fragen der Gedaechtnispolitik aus dem
Korsett oesterreichspezifischer Befindlichkeiten geloest werden. Zum einen
geht es um eine kritische Distanz zu den Moralisierungen des
Gedaechtnisdiskurses; zum anderen ist die Reihe ein Plaedoyer dafuer, eine
demokratische Bewaeltigung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen
Herausforderungen im 21. Jahrhundert mithilfe eines umfassenden Wissens der
strukturellen Ursachen der Menschheitskatastrophe im 20. Jahrhundert zu
versuchen.
Letzter Programmpunkt der Reihe "DER WIDERSTREIT DER ERINNERUNGEN":
> > > Abschlussabend: "BRUSATTI LIEST, DOBREK SPIELT"
29. November 2005, 17.30 Uhr, Musiksammlung der Wr. Stadt- u. Landesbibliothek, Loos Räume
Bartensteingasse 9, 1010 Wien
Weitere Informationen und Programm-Details zum Themenherbst "Der Widerstreit
der Erinnerungen" finden Sie unter:
www.freud-museum.at/erinnerungen oder www.ifk.ac.at/erinnerungen
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Pressekontakt:
• • • IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften
Reichsratsstraße 17, 1010 Wien
Mag. Edith Wildmann
Tel: +43-1-504 11 26
Fax: +43-1-504 11 32
E-Mail: wildmann@ifk.ac.at
www.ifk.ac.at
• • • Sigmund Freud Privatstiftung
Berggasse 19, 1090 Wien
Mag. Sabina Tandari
Tel: +43-1-319 15 96-21
Fax: +43-1-317 02 79
E-Mail: presse@freud-museum.at
www.freud-museum.at
IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften:
1993 als Institute for Advanced Study im Bereich interdisziplinaerer
Kulturstudien gegruendet, foerdert das IFK Forschung und
Forschungskooperationen durch ein internationales GastwissenschafterInnen-
und ein nationales DoktorandInnenprogramm und vermittelt die
Forschungsergebnisse durch ein Vortrags- und Tagungsprogramm einer breiteren
wissenschaftlichen Oeffentlichkeit.
Sigmund Freud Privatstiftung:
Die Sigmund Freud Privatstiftung mit Sitz in Wien wurde 2003 als
unabhaengige wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung gegruendet. Die
Stiftung bildet die finanzielle und organisatorische Grundlage für das
gleichnamige Museum sowie das Wissenschaftsinstitut. Neben einer
Fachbibliothek zur Psychoanalyse sowie einem Archiv zu Leben, Werk und
Umfeld Sigmund Freuds verfuegt die Stiftung über eine Sammlung
zeitgenoessischer Kunst. Die Stiftung zeigt Ausstellungen, bietet ein
interdisziplinaeres Veranstaltungsprogramm und foerdert WissenschafterInnen
im Rahmen des Freud-Fulbright Forschungsstipendiums. Die Sigmund Freud
Privatstiftung versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft,
Geschichte, Kultur und Kunst und bietet WissenschafterInnen, KuenstlerInnen
sowie Kulturschaffenden zum Thema Psychoanalyse ein offenes
Diskussionsforum. Ziel ist es, das Erbe Sigmund Freuds und seiner Zeit als
zentrales Zeugnis europaeischer Kultur zu pflegen, wissenschaftlich zu
erforschen und die wissenschaftliche Diskussion aktiv voranzutreiben.
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