Pressetexte
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Brasilianische Kunst in der Berggasse 19 Sigmund Freud Museum zeigt Ernesto Neto mit der Rauminstallation >Tractatus |Deuses< Das Sigmund Freud Museum präsentiert 2005 im Rahmen der Installationsreihe "Außenansicht / A View from Outside - Continued" drei neue Arbeiten zeitgenössischer Kunst im Geschäftslokal Berggasse 19. Als erster von drei internationalen Künstlern zeigt der brasilianische Künstler Ernesto Neto seine Rauminstallation mit dem Titel "Tractatus |Deuses". Die Installation wird in Anwesenheit des Künstlers eröffnet und ist täglich von 0-24 Uhr zu sehen. Ausstellungseröffnung 4. Mai 2005 um 17.00 Uhr Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien Begrüßung Inge Scholz-Strasser, Direktorin Sigmund Freud Museum Zum Projekt Peter Pakesch, Intendant Landesmuseum Joanneum Graz Zur Installation Ernesto Neto, Künstler aus Rio de Janeiro (in Engl. Sprache) Ausstellungsdauer 5. Mai - 5. August 2005 Täglich 0-24 Uhr Kunst im Zusammenspiel von Ort, Psychoanalyse und Vieldeutigkeit In seiner Arbeit "Tractatus |Deuses" setzt sich Ernesto Neto mit dem historischen Rahmen des Hauses Berggasse 19 sowie mit aktuellen Bezügen der Psychoanalyse auseinander. Die erste Vision zu seiner Arbeit hatte der Künstler, der sich bereits als Jugendlicher mit den Schriften Freuds beschäftigte, als er gerade im Auto in Rio de Janeiro unterwegs war: "Das erste, was ich vor mir sah, als ich vom Freud Museum hörte, war eine Person in einer Position auf einem Diwan, zwei Teile ihrer Seele verbunden mit einem doppelten Seidenkokon, eine Haut innen, die andere um sie herum, eines für ihr Bewusstes und eines für ihr Unbewusstes […]. Das Konzept von Neto bezieht sich im Titel "Tractatus |Deuses" auf ein mehrdeutiges Wortspiel. Der lateinische Begriff "ID", welches in Freuds Theorie für das "ES" und daher das Unbewusste steht, wird mit dem Wort "Deuses" = Götter kombiniert, das im Portugiesischen die männliche Mehrzahlform für Gott (Deus) darstellt. Das doppelte Wortspiel besteht darin, dass laut Netos Auffassung die beiden Wörter Es und Deuses geschlechtsneutral sind, wobei die maskuline Form für Götter in der Mehrzahl im Grunde "Deusos" lauten müsste, da für die weibliche Mehrzahl für Göttinnen der Begriff "Deusas" verwendet wird. Für Ernesto Neto ist die Vorstellung von Gott weder männlich noch weiblich. Zentral für Netos Installation "Tractatus |Deuses" sind unterschiedliche Materialien, die, miteinander verknüpft, schwebend im Raum zu stehen scheinen. Zum Künstler Ernesto Neto wurde 1964 in Rio de Janeiro (Brasilien) geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. Seit Mitte der 90er Jahre zählt Ernesto Neto mit seinen raumgreifenden skulpturalen Installationen zu den gefragtesten Künstlern Lateinamerikas. Er steht in der Tradition brasilianischer Bildhauer wie Lygia Clark und Hélio Oiticica, die ihren körperbetonten Plastiken soziale Gestaltungskraft auftrugen. Presstext zum Download (.doc, .pdf) Einladung zur Ausstellungseröffnung (.pdf) Folder zur Installation von Ernesto Neto (.pdf) Bildmaterial Erste Skizze (.jpg, 941 KB), Copyright: Ernesto Neto Foto Ernesto Neto (.jpg, 471 KB), Copyright: Joana Traub Cseko Fotos von der Installation Bild 1 (Frontalansicht Gassenlokal) Bild 2 (Installation) Foto und Copyright Bild 1 und 2: Gerald Zugmann Bild 3 (Detail) Bild 4 (Detail) Bild 5 (Detail) Foto Bild 3, 4, 5: Peter Aufreiter Copyright Bild 3, 4, 5: Sigmund Freud Privatstiftung Kontakt Sigmund Freud Privatstiftung Mag. Sabina Tandari Telefon: +43-1-319 15 96-21 Telefax: +43-1-317 02 79 E-Mail: presse@freud-museum.at Berggasse 19, A-1090 Wien Sigmund Freud Privatstiftung - Kurzprofil Die Sigmund Freud Privatstiftung mit Sitz in Wien wurde 2003 als unabhängige wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung gegründet. Die Stiftung bildet die finanzielle und organisatorische Grundlage für das gleichnamige Museum sowie das Wissenschaftsinstitut. Neben einer Fachbibliothek zur Psychoanalyse sowie einem Archiv zu Leben, Werk und Umfeld Sigmund Freuds verfügt die Stiftung über eine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Die Stiftung zeigt Ausstellungen, bietet ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm und fördert junge Wissenschaftler im Rahmen des Freud-Fulbright Forschungsstipendiums. Die Sigmund Freud Privatstiftung versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Geschichte, Kultur und Kunst und bietet Wissenschaftlern, Künstlern sowie Kulturschaffenden zum Thema Psychoanalyse ein offenes Diskussionsforum. Ziel ist es, das Erbe Sigmund Freuds und seiner Zeit als zentrales Zeugnis europäischer Kultur zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und die wissenschaftliche Diskussion aktiv voranzutreiben. | ||||