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Eine Installation im Sigmund Freud-Museum, Wien 9, Berggasse 19, zürich
kosmos laserart, Wien 2, Lassallestraße 7 und im Sigmund Freud-Park,
Wien 9, 27.9. - 25.11.2001
Kuratorin
Barbara Steffen
Kiki Seror im Interview mit Barbara Steffen. In: Newsletter des Sigmund
Freud-Museums 2/2001.
Wie sind Sie zum ersten Mal auf Online-Chat-Rooms mit erotischem Inhalt
gestoßen? Und warum wurden sie für Ihre Arbeit bedeutend?
Als ich zum ersten Mal im Web surfte, war ich natürlich neugierig
auf die für Erwachsene bestimmten erotischen Seiten. Ich fand auch
Chat-Rooms und fast alle hatten sexuellen Inhalt. Der Echtzeit-Austausch
mit Fremden war sexuell stimulierender als die Bilder, die online gezeigt
wurden. Ich habe dieses Medium nicht bewusst gesucht. Vielmehr fand es
mich und hielt mich gefangen. Das erste Mal, als ich einen solchen Austausch
erlebte, blieb ich bis sieben Uhr früh online. Ich war überrascht,
Text auf diese Art und Weise zu erleben, Bedeutungen so intensiv zu erleben.
Diese Begegnungen wurden fast zu einer nächtlichen Routine. Ich hatte
das Bedürfnis, einige der Aufzeichnungen aufzuheben, da es mir "irreal"
vorkam. Erst Jahre später, als ich den Text wieder las, konnte ich
mich zuerst in den Rollen nicht wiedererkennen, die ich angenommen hatte,
aber es war auch der Eindruck der anderen Person, der so gegenwärtig
war. Selbst in den Worten konnte ich diese unsichtbaren, nächtlichen
Teilnehmer spüren, wie sie in den Textaufzeichnungen existierten.
Doch genau wie die Erinnerung rief auch der Text ein Gefühl des Verlustes
und der Leere hervor. Das war der Punkt, wo meine Arbeit ihren Ausgang
nahm.
...mehr (pdF)
Als Internetprojekt bis auf weiteres unter http://www.zurich.at/publicseduction/.
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(pdF)
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