Vergangene Ausstellungen |
|||
|
Rainer über Freud Arnulf Rainer übermalt Fotoportraits von Sigmund Freud Sigmund Freud Museum 23. November 2006 - 19. März 2007 Arnulf Rainer zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern der Gegenwart. Mit seinen "Übermalungen" setzt der 1929 in Baden bei Wien geborene Künstler einen völligen neuen Akzent in der Kunstproduktion Europas, er wird mit seinem Schaffen wegweisend für die Gegenwartskunst. In Arnulf Rainers Werken spiegelt sich seine individuelle Suche, das Persönliche und das Künstlerische zusammenfallen zu lassen. Sein künstlerischer Zugang ist die "Malerei um die Malerei zu verlassen. Malerei ist eine visuelle Form von mentalem Bewusstsein." Seit seiner Jugend beschäftigt er sich mit den Schriften Sigmund Freuds, vor allem mit der Traumdeutung. Das Werk Freuds beeinflusst seine Arbeit maßgeblich, so ist das Prinzip der freien Assoziation entscheidend für die Masken- und Grimassenköpfe der späten 60er Jahre. Eine seiner Inspirationsquellen von Anbeginn seines Schaffens ist die Kunst geistig Behinderter, im Zuge seiner Auseinandersetzung mit diesen Arbeiten legt er eine umfassende Art Brut-Sammlung an. Für das Freud Jahr 2006 schuf Rainer den vorliegenden Zyklus, mit dem der Künstler "Freud ins Gesicht blicken will". Dazu wählte er Portraits aus verschiedenen Lebensphasen Freuds aus. Enthüllen - verdecken - bloßlegen - verdeutlichen - vertiefen als Methode sind ein künstlerisches Parallelverfahren zum analytischen Prozess, den Sigmund Freud in seinen Schriften entwickelte und formulierte. "Rainer über Freud" geht auf ein Treffen zwischen Arnulf Rainer und Inge Scholz-Strasser, Vorstandsvorsitzende der Sigmund Freud Privatstiftung, im Herbst 2005 zurück. Der Künstler plante, anlässlich des Freud Jahres einen Zyklus zu gestalten. Insgesamt wählte er 27 Bilder aus, die er übermalte. Nachdem diese Ausstellung, die in Kooperation mit dem Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten entstanden ist, im Österreichischen Kulturforum Prag zu sehen war, wird sie im Sigmund Freud Museum gezeigt und verspricht durch Rainers bekannt kunstvolle Übermalungen einen neuen Blick auf den Begründer der Psychoanalyse. Mit dieser Ausstellung setzt das Sigmund Freud Museum die 1989 begonnene Richtung fort, die Beziehung zwischen Psychoanalyse und Kunst zu thematisieren. Seit 1989 verfügt die Sigmund Freud Privatstiftung über eine Sammlung zeitgenössischer Kunst, die anlässlich des 50. Todestages von Sigmund Freud gegründet wurde und veranstaltet seither in regelmäßigen Abständen Ausstellungen, die die Auseinandersetzung zeitgenössischer Künstler mit der Psychoanalyse präsentieren. Diese Ausstellung ist nicht nur Abschluss der Sonderaktivitäten im Freud Jahr 2006, sie verweist auch auf die vielfältigen Zugänge zur Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse und der Person Sigmund Freud. Pressespiegel |
|||