Unternehmen Capricorn
Eine Expedition durch Museen am Karmelitermarkt
 









Ein Kunstprojekt nach einer Idee von Christoph Steinbrenner, 2.5. - 30.6.2001.

Kurator
Alexandre Métraux

Rund um den Karmelitermarkt im 2. Wiener Gemeindebezirk eröffneten Wiener Museen in leerstehenden Geschäftslokalen temporäre Dependencen. Unter dem Titel Unternehmen Capricorn erstellte Christoph Steinbrener ein Ausstellungskonzept, das den Rahmen für zehn Museumspräsentationen bildet. Die Wahl fiel auf den Stadtteil, weil er zum einen als "Mazzesinsel" von kultureller Auslöschung erzählt. Zum anderen führen die zahlreichen kleinen leerstehenden Geschäftslokale am Karmelitermarkt vor Augen, wie ein vielfältiges Kleingewerbe einer Ökonomie der gleichförmigen Handelsketten und Supermärkte weichen mußte.

Unternehmen Capricorn, das seinen Titel einem Film von Peter Hyams über eine simulierte Marslandung verdankt, versuchte dieser kulturellen und ökonomischen Verödung des Stadtteils entgegenzuwirken.

Das Sigmund Freud-Museum lud Alexandre Métraux ein, die Dependance in der Großen Schiffgasse 11 zu kuratieren. In unmittelbarer Nachbarschaft zu einer noch florierenden Blumenhandlung besorgte er eine Ausstellung, die den Verbindungen von Sigmund Freuds Traumdeutung mit der Botanik nachging.

Sein im Newsletter 1/2001 erschienener Text "Einst träumte Sigmund Freud von einer botanischen Monographie über die Lieblingsblume seiner Frau Martha" stellt eine erweiterte Version seines im Katalog Unternehmen Capricorn (Hg. Christoph Steinbrener, Wien, Triton Verlag 2001) erschienenen Beitrags dar.