| Louise Bourgeois "The Reticent Child (Das verschlossene Kind)" | |||
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Im Rahmen der Ausstellungsreihe "Außenansicht / A View from Outside" präsentiert das Sigmund Freud-Museum in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste bereits zum zweiten Mal ein Kunstprojekt im ehemaligen Geschäftslokal der Fleischhauerei Kornmehl. Ausgehend von der Frage, wie das Denken Sigmund Freuds die aktuelle Kunst beeinflusst, bietet diese Reihe eine Möglichkeit, Psychoanalyse in einem zeitgenössischen Kunstkontext zu thematisieren. Vom 26. November 2003 bis 29. Februar 2004 war die Installation
"The Reticent Child (Das verschlossene Kind)" der amerikanischen
Künstlerin Louise Bourgeois zu sehen. In ihren Werken thematisiert Bourgeois den Menschen und seinen Körper, zwischenmenschliche Beziehungen, Ängste, Obsessionen und die komplexe Rolle der Erinnerung. Die Installation für das Sigmund Freud-Museum "The Reticent Child (Das verschlossene Kind)", 2003, steht exemplarisch für ihre intensive Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und der Sexualität. So setzte sich Bourgeois in ihren Zeichnungen und Skulpturen immer wieder mit dem Motiv des schwangeren Körpers auseinander. Die sechsteilige Installation, bestehend aus Stoff- und Marmorskulpturen, zeigt den Zyklus von Schwangerschaft, Geburt und die Entwicklung des Kindes. Zu dem Werk verfasste Bourgeois den folgenden Text: "Ein Kind, das sich schlicht weigerte, geboren zu werden. Es kam
um einiges verspätet auf die Welt. Hat es etwas wahrgenommen, das
es abgehalten hat, den Bauch zu verlassen und in die Welt hinauszugehen?
Wie viel von dem, was es sein wird, von seinen Gefühlen und Taten,
wird von dieser Weigerung, zum Vorschein zu kommen, vorherbestimmt sein?
Wie wird dieses Kind der Zukunft begegnen? Wird es scheu sein, aufs Schweigen
beschränkt, wird es sonderbar sein oder sogar feindselig? Es ist
das verschlossene Kind. Es hat gezögert. Aber ich habe es ans Licht
gebracht." Louise Bourgeois, 2003 |
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