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FREMD SEIN IN ÖSTERREICH
Mittwoch 17. Oktober 2007, 19 Uhr
Rathaus Wien, Wappensaal
Die Diskussion sollte ein differenzierteres Bild dessen möglich machen, was heute "fremd sein" und "daheim sein" in Österreich bedeutet. Obwohl die Lebenswelten rund um den Globus einander immer ähnlicher werden, wird mit der Zuschreibung des "Fremden" häufig Ausgrenzungspolitik betrieben.
In einer in dynamischen Veränderungs- und Entwicklungsprozessen sich befindenden Welt, in der es noch viel weniger als früher "archimedische Punkte" des Gleichbleibenden in Alltag und Politik gibt, ist Identität wahrscheinlich noch viel stärker eine Frage der bewussten Selbstdefinition und -beschreibung geworden und hat weniger mit Lebensrealität zu tun. Wo sind denn in der Tat jene Lebensbereiche, von denen man / frau sagen können - wie man es in Wien wohl früher öfters gesagt hat-, "das war schon immer so" und sollte daher auch so bleiben. Trotzdem gelingt es, populistischen Parteien mit "Fremdheit" und "Heimat" Politik zu machen.
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion werden versuchen, aus ihrem jeweiligen Blickpunkt Situation und Probleme Fremder in Österreich zu beleuchten und den Blick auf das Phänomen der Xenophobie zu richten. Probleme für Nichtösterreicher werden aus wissenschaftlicher, persönlicher, politischer und rechtlicher Sicht diskutiert. Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Lebensumstände für Fremde in Österreich und der aktuellen Situation in Bezug auf Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass. Eigene Erfahrungen aus der beruflichen Praxis werden ebenso Gegenstand des Gesprächs wie wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema.
Eine Veranstaltungskooperation der Kulturabteilung der Stadt Wien
Referat Wissenschafts- und Forschungsförderung Wiener Vorlesungen und der Sigmund Freud Privatstiftung
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