Sonstige Veranstaltungen und Kooperationen
 

Claudia Dichter: Das Phänomen Gugging - Die Künstler aus Gugging im Spiegel der Art Brut
Donnerstag, 17. November 2005
Sigmund Freud Museum

Die Künstler aus Gugging - allen voran Johann Hauser, Oswald Tschirtner und August Walla - zählen zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern der Art Brut. Was einst als diagnostisches Experiment unter dem Psychiater Leo Navratil begann, hat sich längst aus dem Kontext der therapeutischen Verwertbarkeit heraus entwickelt und ist Teil der internationalen Kunstwelt geworden. Gugging ist ein Einzelfall, ein Glücksfall. Weltweit gibt es verschiedenste Versuche in psychiatrischen Kliniken eine ähnliche Künstlerkolonie zu etablieren - doch die Konstellation der Künstlerpersönlichkeiten und die Authentizität ihrer Werke ist einmalig. Was macht das Phänomen Gugging aus? In welchem Verhältnis stehen die Werke der Künstler zur traditionellen Art Brut einerseits und zur zeitgenössischen Kunst andererseits? In ihrem Vortrag wird die Kunsthistorikerin und Journalistin Claudia Dichter die Geschichte der Künstler aus Gugging vorstellen und ihren Stellenwert im Kontext der Art Brut einordnen.

Claudia Dichter, Mag., geboren 1966, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie. Seit 20 Jahren befasst sie sich als Autorin und Kuratorin mit Art Brut, hat u. a. ihre Magisterarbeit über August Walla geschrieben, Ausstellungen mit Werken amerikanischer Outsider oder der Sammlung Charlotte Zander organisiert. Sie lebt als freie Journalistin und Kuratorin in Köln.

Eine Kooperation der Sigmund Freud Privatstiftung und der Galerie der Künstler aus Gugging