Sonstige Veranstaltungen und Kooperationen
 




Mary Bergstein: Freuds Michelangelo: Vasari, Fotografie und die kunsthistorische Praxis
Sigmund Freud Museum, 06. April 2005

Sigmund Freud hat Michelangelos Moses als Kulmination von sich entfaltenden Geisteszuständen interpretiert. Da die Bedeutung visueller Bilder von der mentalen Verfassung ihres Betrachters bestimmt wird, war Freuds Sicht der Statue Michelangelos tief verankert in seiner Identität als Humanist, Wissenschaftler und assimilierter Jude zur Jahrhundertwende in Wien. Sein Moses des Michelangelo kann in Beziehung zu seiner persönlichen Biografie, seines sozialen Kontextes und in kunsthistorischer Hinsicht untersucht werden. Auf diese Weise nimmt Freuds Abhandlung einen Platz ein in der Geschichte der Psychoanalyse, der Fotografiegeschichte und der Historiografie der Kunst.

Mary Bergstein ist Professorin für Kunstgeschichte an der Rhode Island School of Design. Ihr Buch "The Sculpture of Nanni di Banco" erschien 2000 bei Princeton University Press. Das Frühjahrssemester 2005 verbringt Mary Bergstein als Fulbright/Freud Lecturer of Psychoanalysis in Wien, wo sie an Ihrem Buch "Freud, Proust, Fotografie, und Kunst" arbeitet sowie eine gleichnamige Vorlesung an der Akademie der bildenden Künste Wien hält. Eine Veranstaltung der Sigmund Freud Privatstiftung