Does Psychoanalysis set Limits?

Authority, Norms, Law,...And Perversion

Sujet Syposium

Symposium 2011 der Freud Research Group (International Society of Psychoanalysis and Philosophy) in Zusammenarbeit mit der Sigmund Freud Privatstiftung

25. März 2011, ab 14:00 Uhr

Sigmund Freud Museum

Eintritt frei, Anmeldung erbeten: veranstaltung@freud-museum.at

 

Was ist „normal“? Was ist pervers? Wo verläuft die Grenze zwischen moralisch/amoralisch und krankhaft?

Diesen Fragen stellt sich Symposium „Does Psychoanalysis set Limits? – Authority, norms, law, …and perversion“ der internationalen Freud Research Group und der Sigmund Freud Privatstiftung am 25. März ab 14 Uhr im Sigmund Freud Museum.

Die TeilnehmerInnen aus den Bereichen Psychoanalyse, Philosophische Anthropologie, Literatur- und Kulturwissenschaften und Religionspsychologie tauschen sich regelmäßig in der internationalen Freud Research Group aus:

Andreas de Block (Universität Leuven), Marcus Coelen (Universität München), Tomas Geyskens (Universität Leuven),), Philippe Van Haute (Universität Nijmegen), Herman Westerink (Universität Wien).

Als Gastredner des Symposiums konnten Sergio Benvenuto (National Research Council, Rom) und Irene Berkel (Universität Wien) gewonnen werden.

 

Ausgangspunkt dieser internationalen Frühjahrstagung der Sigmund Freud Privatstiftung ist die Annahme, dass die Beziehung zwischen Psychopathologie und Philosophischer Anthropologie eine positive und strukturelle ist. Die Psychopathologie zeigt gleich einer Lupe jene Mechanismen der menschlichen Psyche, aus denen sich unsere Subjektivität und damit unsere moralischen Eigenschaften und Verhaltensweisen zusammensetzen. Sigmund Freud und Jacques Lacan werden als Psychopathologen im moralischen Sinne in den Fokus des Symposiums gerückt. Von maßgeblichem Interesse dabei sind Über-Ich und Gesetz, deren Entwicklung, Funktionen und Wechselwirkungen. Schließlich repräsentiert das Freudsche Über-Ich nicht nur die internalisierte öffentliche Autorität und Moralität, sondern ebenfalls amoralische Triebe, die sich der Beschränkung und Normalisierung entziehen: Das moralische Bewusstsein bewegt sich stets zwischen Perversion und kultureller Moralität.

Befindet sich die zeitgenössische Gesellschaft auch, wie allerorts beklagt wird, in einer Autoritätskrise, gewinnen doch Konformität, Normen und Werte an deutlichem Zulauf. Eine psychoanalytische Perspektive des moralischen Bewusstseins und deren Bedeutung für die moralische Theorie stellt angesichts dieser Entwicklung eine dringliche Aufgabe dar.

 

Programm 25 März, Sigmund Freud Museum, Berggasse 19:

Begrüßung: Inge Scholz-Strasser (Sigmund Freud Privatstiftung)

Moderation und Einführung: Philippe van Haute (Universität Nijmegen) Bio (PDF)

 

14.00 – 15.00:

Sergio Benvenuto (CNR Rom) - Does Perversion need the Law? Bio+Abstract (PDF)

In englischer Sprache

 

15.15 – 16.15: Panel “Perversion as moral category” Bios + Abstracts (PDF)

- Tomas Geyskens (Universität Leuven)

            - Andreas de Block (Universität Leuven)

- Irene Berkel (Universität Wien)

In englischer Sprache

Pause

 

16.45 – 17.45:

Herman Westerink (Universität Wien) – On moral responsibility Bio + Abstract (PDF)

In englischer Sprache

 

18.00 – 19.00:

Marcus Coelen (Universität München) – Über Überich? Die Frage einer heutigen Universität und ‚ihrer‘ Psychoanalyse Bio+Abstract (PDF)

In deutscher Sprache

 



Zurück