NÄHE VERBOT ORDNUNG - Genealogie im UmbruchInternationale Tagung
Die interdisziplinäre Frühjahrstagung 2010 der Sigmund
Freud Privatstiftung Programm
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| 19:00 |
Begrüßung: |
Karl Heinz Setinek, stv. Vorstandsvorsitzender ÖBV Inge Scholz-Strasser, Vorstandsvorsitzende Sigmund Freud Privatstiftung |
| Eröffnung: | Peter Seitz, Abteilungsleiter Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung | |
| Einleitung: | Irene Berkel, Akademie der bildenden
Künste Bio (PDF) |
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| Festvortrag: | John
Borneman, Princeton University, USA: Intimität und das „intersubjektive Dritte“ in syrischen Begegnungen Bio/Abstract (PDF) |
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| 14:00
– 16:00 |
Moderation: Andrea B. Braidt, Universität Wien Bio (PDF) |
| 14:00 | Johannes Huber, Universität Wien „Ich will ein Kind aber keinen Mann“. Die Neucodierung von Nähe durch die Reproduktionsmedizin Bio/Abstract (PDF) |
| 15:00 | Michi Knecht, Humboldt- Universität zu Berlin Vom Stammbaum zum Gebüsch? Spätmoderne Genealogien in der Perspektive gegenwärtiger Verwandtschaftsethnologie Bio/Abstract (PDF) |
| 16:30 – 18:30 | Moderation: Daniela Finzi, Sigmund Freud Privatstiftung Bio (PDF) |
| 16:30 |
Karola Brede, Goethe-Universität,
Frankfurt am Main Kollektives Tötungsverbot und unbewusstes Tötungstabu: Überlegungen zu Jonathan Littells Die Wohlgesinnten Bio/Abstract (PDF) |
| 17:30 | Martin Treml, Zentrum für
Literaturforschung, Berlin Der Familienroman des Mythos. Freud und die Heroen Griechenlands, Israels, Roms Bio/Abstract (PDF) |
| 19:00 - 20:00 |
Moderation: Irene Berkel, Akademie der bildenden Künste, Wien |
19:00 |
Wilhelm Brüggen, Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse |
| 10:30 |
Filmvorführung Frozen Angels, Dokumentarfilm, D/USA, 2005 |
| Abschlussdiskussion |
In seiner Subjekt- und Kulturtheorie erklärt Freud den Ödipuskomplex und die Anerkennung des Inzesttabus als Gesetz des Vaters zur Bedingung von Genealogie und Kultur. Diese patrilineare Konstruktion von Genealogie und ihre psychischen Bindungskräfte, die die soziale Organisation der Moderne stabilisierten, sind heute brüchig. Die heterosexuell-generative Verfassung unserer Gesellschaft ist einem grundlegenden Transformationsprozess unterworfen, der in der wachsenden Gleichberechtigung der Geschlechter, der Trennung und Verselbständigung von Sexualität und Fortpflanzung, der Anerkennung nicht-reproduktiver sexueller Orientierungen, dem Einsatz postsexueller Reproduktionstechniken und der Vielfalt neuer Lebensformen zutage tritt. Durch den Abbau von Verbotsinstanzen verändert sich die Psychodynamik im Verhältnis von Eltern und Nachkommen, Erwachsenen und Kindern, sodass der Unterschied zwischen den Generationen neu codiert, Rollen, Identifizierungen und Grenzen der Intimität neu vermessen werden.
Auf der Tagung wird der bislang wenig theoretisierten Entwicklung unter anthropologischen, ethnologischen, medizinischen, soziologischen, psychoanalytischen, religions- und kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkten nachgegangen und seine emanzipatorische Seite diskutiert. Mit einem Dokumentarfilm über die Reproduktionsindustrie in Kalifornien und der abschließenden Diskussion endet die Tagung .
Im Rahmen der Konferenz wird die
Installation Identität/Genotyp/Phaenotyp von Gabriele Seethaler (in
Zusammenarbeit mit Franz Neuhuber, Renald Deppe und galerie Heike Curtze) in der Lounge des
Sigmund Freud Museums gezeigt. Flyer (JPEG)
Mehr zur Installation: http://www.gabrieleseethaler.com/de/index/project/id/21
Konzeption: Irene Berkel, Religions- und Kulturwissenschaftlerin, Akademie der bildenden Künste, Wien
Den Festvortrag zur Eröffnung am 25. März hält John Borneman, Professor für Anthropologie an der Princeton University.
TeilnehmerInnen:
John Borneman, Princeton University
Karola Brede, Goethe-Universität Frankfurt
Wilhelm Brüggen,
Berliner Institut für Psychotherapie und
Psychoanalyse
Johannes Huber, Universität Wien
Michi Knecht, Humboldt-Universität zu Berlin
Martin Treml, Zentrum für Literaturforschung, Berlin
Tagungsorte:
Festvortrag 25.3. Atrium der
Österreichischen Beamtenversicherung ÖBV, Grillparzerstraße 14, 1010 Wien
Tagung 26. und 27.3. Sigmund Freud
Museum, Berggasse 19, 1090 Wien
Anmeldung: office@freud-museum.at
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