Kunst und Deutung

Podiumsdiskussion

Zu den Layout-Strategien des
Internationalen Psychoanalytischen Verlages
(1919–1938)
Vortrag von Christof Windgätter
Mittwoch, 21. April 2010, 19:00 Uhr
Sigmund Freud Museum

21. April 2010, 19:00 Uhr
Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien

Eintritt frei, Anmeldung erbeten: office@freud-museum.at bzw. 01-319 15 96-11

Im Unterschied zur Ideengeschichte der Psychoanalyse sind deren materiale
Voraussetzungen lange Zeit ohne gesonderte Aufmerksamkeit geblieben.
Dass man dabei keineswegs nur an soziale, technische oder politische Aspekte
denken muss, hat Lydia Marinelli in ihren wegweisenden Arbeiten über die Institutionalisierungsgeschichte
des Internationalen Psychoanalytischen Verlages
gezeigt. Der Vortrag greift diese Perspektive auf, um sie medientheoretisch zu
ergänzen und zu erweitern.
Die These ist, dass der Verlag nicht nur ein wesentlicher Motor für die ›Kanonisierung‹
der frühen Psychoanalyse gewesen ist, sondern darüber hinaus auch
in paradigmatischer Weise die Einführung von Markt- und Markenbildungen
in wissenschaftliche Arbeitsprozesse anzeigt. Als Naming, Branding, Corporate
Design oder Labelling stellen sie seither und bis heute prägende Eigenschaften
des Wissenschaftsbetriebes dar. Grundlage dieser Überlegungen sind vor allem
die Verlagsbestände des Sigmund Freud Museums, in die der Vortrag einen
Einblick gewährt.

Eine Veranstaltung der Sigmund Freud Privatstiftung
Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde des Sigmund Freud Museums

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