Zwischen Tür und Angel

Zwischen Tür und Angel


Szenische Intervention von Marius Gabriel mit Maren Rahmann, Doron Rabinovici, Felix de Mendelssohn u.a.

 

14.12.2011, 19 - 20 Uhr

Sigmund Freud Museum - Stiegenhaus Berggasse 19

Berggasse 19, 1090 Wien

Eintritt frei, Anmeldung erbeten: veranstaltung@freud-museum.at

 

 

Das Treppenhaus in der Berggasse 19, als Ort, an dem die Lust zum Ausgehen, durch die Verordnung des Judensterntragens, proportional schwindet. Zwischen Sammelwohnungen und dem Leben vor dem Haustor hängen geblieben. Ebenfalls in Mänteln stehend, will dieses Erinnern ein Schlaglicht auf jene Zeit vor 70 Jahren werfen.
Szenische Andeutungen schaffen eingangs ein Stimmungsbild, das in eine Textcollage über Formen der Stigmatisierung mündet. Zeitgenössische Erzählungen, Analysen, Hintergrundberichte, auch Tagebucheinträge kommen unter Mitwirkung von Autoren und Autorinnen zu Gehör.

 

Mit einer Auswahl aus den Werkgruppen Parfums de guerre, Parfum de révolte, Les icônes sont fatiguées des in Nizza lebenden Yves Hayat, dessen Kunstwerke zwischen Fotografie, Installation und “erzählender Gestaltung“ angelegt sind, werden von Marius Gabriel „Schauplätze“ mit 18 Acrylboxen gestaltet. Yves Hayat: “Indem ich Überlegungen, Verschiebungen, Unterschlagungen benutze, konfrontiere ich Vergangenheit und Gegenwart, Schönheit und Schrecken, Gleichgültigkeit und Fanatismus, (...) offen für die Gesellschaft, deren Ausprägungen, ihre Medien, ihr Internet.“


In der Reihenfolge des Auftretens:

Elisabeth Jupiter und Felix de Mendelssohn– sich unterhaltend
Maren Rahmann – sich am  Akkordeon begleitend
Doron Rabinovici – lesend
Harald David – referierend
Eva Dité und
Marius Gabriel – weitere Texte lesend

Nick Granbacher – Licht
Marvin Weis – Assistenz

Gesamtkonzept: Marius Gabriel

 

Zu Gehör kommen u.a. Passagen aus den Werken: No, warum nicht? Der jüdische Witz als Quelle der Lebenskunst, Picus Verlag 2010; Doron Rabinovici: Instanzen der Ohnmacht, Jüdischer Verlag 2000; Marlene Streeruwitz: „Narben“ (2011); Robert Sommer: Wie bleibt der Rand am Rand, Mandelbaum Verlag 2011.

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